Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Werkzeuge für die Wissensarbeit

06.01.2006


Inhalte verstehen, Informationen verknüpfen, Wissen verteilen.



Nepomuk ist ein mit 11,3 Millionen Euro gefördertes Forschungsprojekt der Europäischen Union unter der Leitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern.

... mehr zu:
»DFKI


Seit Anfang des Jahres entwickeln 16 Partner aus Industrie und Forschung den "Semantic Desktop" für den Computer, der Inhalte aus verschiedensten Quellen wie E-Mails, Internet, Textdateien und Videos miteinander verknüpft.

"Der "Semantic Desktop" kann beispielsweise einen Kalendereintrag zu einer Messe mit relevanten E-Mails, Texten oder Bildern verlinken. Zu einem Eintrag wie ’CeBIT März 2006’ erhält man dann automatisch ein übersichtliches Menu mit Informationen wie Einladungen von Ausstellern, Texte zu verschiedenen Exponaten oder Bilder des Messegeländes und Lagepläne, unabhängig vom Dateiformat oder der Anwendung", so Prof. Andreas Dengel, wissenschaftlicher Direktor beim Konsortialführer DFKI.

"Da ich die Messe aber mit einem Kollegen eines Partnerunternehmens zusammen besuche, möchte ich meine Informationen mit ihm über die Unternehmensgrenzen austauschen, ohne mühselig alle Dokumente manuell auszuwerten und einzeln per E-Mail zu verschicken", so Dengel weiter.

Deshalb entwickelt das Nepomuk-Konsortium in einem weiteren Schritt eine Plattform, um individuelles Wissen aus verschiedenen "Semantic Desktops" zu vernetzen: Den "Social Semantic Desktop". Dazu werden bestehende Ansätze zur Verteilung von Wissen untersucht und neue Sicherheitskonzepte und Programme entwickelt, um individuelles Wissen für Partner und Arbeitsgruppen zu öffnen.

"Nepomuk bündelt die Kompetenz internationaler Forschungseinrichtungen, weltweit führender IT-Unternehmen wie IBM, SAP oder Hewlett Packard und das Wissen von Experten für IT-Sicherheit und benutzerorientiertes Design, um diese ehrgeizigen Ziele und Visionen zu erfüllen", so Dr. Ansgar Bernardi vom DFKI, der das Projekt koordiniert.

Die Entwicklungen von Nepomuk sind von Anfang an als Open-Source-Lösungen konzipiert und damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Der gezielte Aufbau und ständige Dialog mit einer solchen Öffentlichkeit (Community) ist ein zentraler Baustein des Projekts und erlaubt es externen Anbietern und Entwicklern ihre eigenen Desktop-Lösungen zu integrieren und weiterzuentwickeln.

Über den Förderzuschlag für das 6. Rahmenprogramm der Europäischen Union zeigte sich Prof. Dengel sehr erfreut: "Wir sind sehr stolz, dass Nepomuk aus der großen Anzahl der Anträge ausgewählt wurde und mit 11,3 Millionen Euro Gesamtförderung den größten Anteil der Fördermittel erhält".

Die Laufzeit des Forschungsprojektes beträgt drei Jahre.

Partner im Nepomuk-Projekt sind neben dem DFKI als Konsortialführer:

Industriepartner: IBM Ireland Product Distribution Ltd., SAP AG, Hewlett-Packard Galway Ltd., EDGE-IT, Thales, Irion Management Consulting
Forschungspartner: National University of Ireland, Galway, Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne, Forschungszentrum Informatik an der Universität Karlsruhe, Universität Hannover, Università della Svizzera Italiana in Lugano, Kungliga Tekniska Hoegskolan in Stockholm

Anwender: Cognium Systems in Paris , PRC Group, Institute of Communication and Computer Systems in Athen

Ansprechpartner:
Dr. Ansgar Bernardi
Forschungsbereich Wissensmanagement
E-Mail: Ansgar.Bernardi@dfki.de
Tel.: +49 631 205-3582

Pressekontakt:
Reinhard Karger M.A.
Leiter Unternehmenskommunikation
Telefon: 0681 302 5253
Fax: 0681 302 5341
E-Mail-Adresse: karger@dfki.de

Reinhard Karger M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de
http://www.semanticdesktop.org

Weitere Berichte zu: DFKI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

nachricht Computer mit Köpfchen
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik