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Neuer Überwachungssensor lauscht im Tresor

20.12.2005


Siemens hat einen Sensor entwickelt, der Einbruchversuche registriert und automatisch Alarm gibt. Der Sensor erkennt Gewaltanwendungen durch Schwingungen innerhalb des Materials von Tresoren, Geldautomaten oder auch von öffentlichen Telefonen.



Einbrecher greifen immer häufiger zu brutalen Methoden. Sie reißen mit Stahlseilen Tresore aus der Verankerung oder bohren Geldautomaten auf. Der mechanische Schutz, etwa durch eine Verankerung oder Verschraubung, scheint ihnen immer weniger Mühe zu bereiten, an den Inhalt des Tresors zu gelangen. Daher braucht es Überwachungssysteme, die bereits beim Versuch der Gewaltanwendung Alarm schlagen. Gleichzeitig müssen sie, vor allem bei öffentlichen Automaten, fehlerfrei unterscheiden können zwischen grobem Angriff und einem Kunden mit etwas zu kräftigem Tastendruck.

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Der Senstec Bimorph Sensor von Siemens Building Technologies ist ein so genannter Körperschallmelder, der Einbruchversuche noch effizienter erkennt. Egal ob Stahl oder Beton: Der Gebrauch von Einbruchwerkzeug erzeugt Schwingungen, die sich als Körperschall im Werkstoff ausbreiten. Außer- oder innerhalb des Objektes angebracht und am öffentlichen Stromnetz sowie im Notfall an einer Batterie angeschlossen, misst der Melder Intensität, Frequenz und Dauer des Körperschalls. Der Sensor erfasst die Schwingungen, analysiert ihre Stärke und wertet sie aus. Wenn ein bestimmter Wert überschritten wird, funkt der Sensor zum Beispiel die Polizei an oder sendet sofort ein lautes Signal aus.

Bislang konnte an Körperschallmeldern durch einen Schalter mit vorgegebenen Intensitätsstufen festgelegt werden, ab welcher Schwingungsstärke Alarm ausgelöst wird. Dadurch waren die Melder aber nur begrenzt auf die Eigenschaften des Werkstoffes einstellbar. Der mit Senstec-Technik ausgestattete Sensor kann indes auf unterschiedlichste Grundmaterialien und somit individuell auf deren Schwingungscharakteristika programmiert werden.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de

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