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Willkommen in MediZity, der Medizinstadt für Kids im Internet

06.12.2005


Projekt der Heidelberger Klinik für Kinder- und Jugendmedizin vermittelt spielerisch Informationen zur Klinik und zu Krankheiten und hilft Ängste abbauen / Unterstützung durch Klaus Tschira Stiftung

Wenn Kinder krank werden und in der Klinik behandelt werden müssen, brauchen sie viel Hilfe, denn alles ist neu, vieles undurchschaubar und oft bedrohlich. "MediZity", die virtuelle Medizinstadt im Internet, macht sie spielerisch mit ihrer neuen Umgebung vertraut, vermittelt kindgerecht wichtige Information und hilft Ängste abzubauen.

"MediZity" ist ein Projekt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg, das in der Abteilung für Onkologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Dr. Andreas Kulozik) gemeinsam mit der Hochschule für Medien, Stuttgart, entwickelt worden ist. Die Einrichtung von "Medizity" war nur möglich durch die Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung gGmbH, Heidelberg.

"Wir möchten vor allem kranke, aber auch gesunde Kinder zwischen acht und 14 Jahren erreichen", erklärt die Erziehungswissenschaftlerin Renate Sedlak, die das Projekt initiiert hat und leitet. Ebenso können Eltern die kindgerecht aufbereiteten Informationen nutzen, um ihre kranken Kinder auf Untersuchungen und Eingriffe vorzubereiten. Für Lehrer ist "MediZity" eine Quelle, mit deren Hilfe sie ihren Unterrichtsstoff auffrischen können. Letztlich lädt "MediZity" alle zum Besuch ein, die nach verständlicher Information über medizinische Themen suchen.

Quiz im Fitnessstudio: Wie viel weiß ich über meinen Körper?

Die Medizinstadt, die in den nächsten Jahren noch wachsen soll, bietet ihren Besuchern schon jetzt ein stattliches Angebot. Ein Wegweiser führt zum Rundgang in der Kinderklinik, ein zweiter in die Praxis des Kinderarztes. Was passiert in einem Krankenhaus hinter den Kulissen? Welche Berufsgruppen gibt es hier? Welche Erkrankungen werden behandelt? Stethoskop, Spritze, Port, Katheter: Wozu werden diese medizinischen Geräte benutzt? Was geschieht bei einer Operation? Tut das weh? Was kann man gegen Schmerzen tun?

Auf der Startseite der MediZity locken Bibliothek, Internetcafé, Spielplatz und ein Fitnessstudio. Dort lädt auch ein Quiz ein: Wie viel weiß ich über meinen Körper? Im Internetcafé kann man sich seine E-Mail-Adresse abholen und mit anderen unterhalten. In der Bibliothek findet man die neusten Highlights aus der Medizin und Wissenswertes wie: Warum sind Zwillinge gleich oder woraus besteht mein Blut?

"Loib" lässt sich gerne ein Loch in den Bauch fragen

Den jüngeren Besuchern hilft die Spielfigur "Loib", denn er weiß immer eine Antwort, auch wenn man ihm ein Loch in den Bauch fragt. Loib wurde zusammen mit Prof. Frank Thissen von der "Hochschule für Medien" Stuttgart entwickelt. Für die Größeren gibt es die aktuellen Kindernachrichten aus der Medizin, eine komfortable Suchfunktion, die dazu lernt, wenn Suchbegriffe noch nicht in der Datenbank sind und jede Menge spannende Informationen und weiterführende Links.

Dass in der MediZity überall ein buntes und bewegtes Treiben herrscht, ist vor allem dem Medieninformatiker Rico Cofani zu verdanken. Zur graphischen Untermalung hat der Fotograf Joan van Hout Fotos aus seiner Reihe "Medi-Art" zur Verfügung gestellt.

"MediZity lädt alle Kinder zum Mitbauen ein", sagt Renate Sedlak. Sie sollen dort künftig über ihre eigenen Erfahrungen berichten, Schulklassen haben die Möglichkeit, ihre eigenen Projekte aus der Gesundheitserziehung anderen Besuchern zu präsentieren.

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.medizin-fuer-kids.de
http://www.kts.villa-bosch.de
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

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