Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Revolution der Computerspiele

30.11.2005


Studierende entwickeln Prototyp für neue Spielformate

... mehr zu:
»Computerspiel »PDA »Plattform

Während im Sommer 2006 an zwölf Orten der Wettkampf auf dem grünen Rasen stattfindet, könnte das ganze Land gleichzeitig zu einem großen Computerspielfeld werden. Spieler lösen als Agenten geheime Aufträge für ihren Club, messen sich an verschiedenen Orten mit ihrem Fußballwissen oder begeben sich auf Schnitzeljagd durch deutsche Städte. Jedoch nicht virtuell am heimischen Computer, sondern in der Realität - unterstützt durch einen elektronischen Begleiter in Form eines persönlichen digitalen Assistenten (PDA) oder Smartphones.

Dass dieses Szenario durchaus keine Zukunftsvision ist, haben Forscher am Fachgebiet für Offene Kommunikationssysteme (OKS) der TU Berlin gezeigt. Gemeinsam mit der T-Com Produktinnovation und dem Fraunhofer-Institut FOKUS entwickelten sie eine Plattform, die eine Verknüpfung zwischen virtueller Spielwelt und realer Welt herstellt. Anders als bei herkömmlichen Computerspielen taucht der Spieler nicht ausschließlich in eine virtuelle Welt ein. Vielmehr wird seine reale Umgebung mit Hilfe eines PDAs um virtuelle Spielanteile erweitert. Um also im Spiel von einem Ort zum nächsten zu gelangen, muss sich der Spieler selbst auf den Weg machen oder muss Leute ansprechen, um von ihnen Hinweise für Rätsel im Spiel zu erhalten. Ein Computer überwacht den Spielfortschritt und liefert zusätzliche Informationen und neue Aufgaben an den PDA.


Wie die Verknüpfung von realer und virtueller Welt funktioniert, erklärt Ilja Radusch, wissenschaftlicher Mitarbeiter vom Fachgebiet OKS, der zusammen mit Studierenden der Fachrichtungen Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen die Software entwickelt hat: "Wir erfassen Informationen über das Umfeld des Benutzers und leiten daraus Wissen über seinen aktuellen Zustand ab. Zum Beispiel können wir aus einer bestehenden WLAN-Verbindung heraus den Aufenthaltsort eines Benutzers bestimmen."

Computer spielen in der realen Welt heißt in der Fachsprache "Pervasive Gaming" und könnte ein neuer Trend werden, denn der Markt für Breitband- und mobile Spiele ist ein großer Wachstumsmarkt. Und die Plattform eignet sich nicht nur zum Spielen, sondern auch als intelligenter Touristenführer. 2006 könnten so Millionen von Fußballfans spielend die deutschen Städte erkunden.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Ilja Radusch, Institut für Telekommunikationssysteme der TU Berlin, Fachgebiet Offene Kommunikationssysteme, Franklinstr. 28/29, 10587 Berlin, Telefon: 030/314-21451, Fax: 030/314-21139, E-Mail: ilja.radusch@tu-berlin.de, >www.oks.cs.tu-berlin.de/forschung/pervasive-gaming/>

Ramona Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de
http://www.oks.cs.tu-berlin.de/forschung/pervasive-gaming/

Weitere Berichte zu: Computerspiel PDA Plattform

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Plattformübergreifende Symbiose von intelligenten Objekten im »Internet of Things« (IoT)
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Von Fußgängern und Fahrzeugen: Uni Ulm und DLR sammeln gemeinsam Daten für das automatisierte Fahren
09.12.2016 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie