Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Roboterhunde und Messen ohne Maßband

17.11.2005


Informatiker der Universität Jena präsentieren Dreidimensionales bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 18. November



In Japan ist es bereits ein Hobby: Man hält sich einen Roboterhund als Haustier. Diese kleinen weißen Tiere mit ihren großen, schwarzen und pupillenlosen Augen bewegen sich munter und erfreuen nicht nur Kinder. "Sie interagieren miteinander und treten in Fußball-Wettbewerben auch gegeneinander an", sagt Olaf Kähler, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Digitale Bildverarbeitung der Universität Jena. Bestaunen, sie erleben und über ihr Innenleben diskutieren, kann man bei der 1. "Langen Nacht der Wissenschaften" am Freitag (18.11.). Dann führen die Informatiker am Campus im Raum 1222a im Gebäude Ernst-Abbe-Platz 1-3 die Roboterhunde und noch einiges mehr vor.



Es dreht sich an diesem Abend alles um "dreidimensionale Bildverarbeitung in der Praxis". Lehrstuhlinhaber Prof. Dr.-Ing. Joachim Denzler erläutert: "Es liegt in unserem Interesse, beispielsweise Gebäude heutzutage nicht mehr per Hand zu vermessen. Deshalb nimmt man es selber oder Fotos von ihm mit einer Videokamera auf und wertet die Aufnahmen am Rechner aus, welcher anschließend ein 3D-Modell von dem Objekt erstellt." Praktische Anwendung findet diese Technik beispielsweise bei der Rekonstruktion von Gebäuden und Plätzen, der Gestaltung von Innenräumen aber auch in der Fertigung. "Welche Maße und Formen hat ein spezielles Werkstück eines bestimmten Gerätes? Um an diese Information zu gelangen, nutzt man die berührungsfreie 3D-Vermessung, die wir auch in dieser Nacht präsentieren", so Prof. Denzler.

Damit sich die Besucher dreidimensionale Bildverarbeitung besser vorstellen können, wird das Verfahren an ihnen selbst praktisch durchgeführt. "Dazu installieren wir zwei Kameras, welche aus unterschiedlicher Perspektive auf unseren Besucher gerichtet sind und ihn fotografieren. Der Computer rechnet anschließend seine Größe aus", erklärt Mitarbeiter Michael Trummer, "das ist sozusagen Messen ohne Maßband."

Begleitend wird es einen Vortrag über Möglichkeiten und Probleme sowie Ausblicke in der dreidimensionalen Bildverarbeitung geben.

Friederike Enke | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de/

Weitere Berichte zu: Bildverarbeitung MESSE Roboterhund

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise