Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsprojekt des Max-Planck-Instituts für Informatik und der Stanford University (USA) präsentiert erste Erfolge

07.11.2005


Erste Erfolge nach zwei Jahren transatlantischer Allianz aus MPII und Stanford in dem Bereich "Visual Computing and Communication"



Das Max-Planck-Institut für Informatik, Saarbrücken, und die Stanford University, USA, kooperieren seit zwei Jahren in einem virtuellen "Max Planck Center for Visual Computing and Communication". Das gemeinsame Forschungsprogramm wird finanziell von beiden Seiten getragen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligte der Max-Planck-Gesellschaft für eine erste Phase mehrere Forschungsprojekte im Umfang von 6,9 Mio. Euro für vier Jahre.



In einem Pressegespräch mit MinDirig Dr. Wolf-Dieter Lukas (BMBF), Prof. Hans- Peter Seidel (MPII) und Prof. Dr. Bernd Girod (Stanford University) sollen die ersten Erfolge dieser Einrichtung vorgestellt werden:

Dienstag, den 15.November 2005. 13.00 c.t
im Max-Planck-Institut für Informatik
Stuhlsatzenhausweg 85, 66123 Saarbrücken

Visual Computing and Communication ist ein Bereich, in dem moderne Personalcomputer und ihre Betriebssysteme heute mehr und mehr in die Richtung entwickelt werden, ihre Leistungsfähigkeit insbesondere als Grafik- und Multimediasysteme zu steigern. Experten erwarten in der Zukunft völlig neue Mediendarstellungen und eine immer stärkere Verschmelzung von natürlichen und synthetischen Filmproduktionen.

Forschungsprogramm:

Das Max Planck Center konzentriert sich auf Zukunftsthemen im Bereich Visual Computing and Communication, wie etwa die Akquisition hochqualitativer 3D Objekte (Geometrie, Oberflächenbeschaffenheit, Reflexionsverhalten) und deren realistische - möglichst interaktive - Darstellung, die Kompression und Kodierung sehr großer Dreiecksnetze (Parametrisierung von Netzen, Netzreduktion, Kompression und Kodierung progressiver Netze, Internet- Streaming), Wahrnehmungsgesteuerte Globale Beleuchtungsberechnungen (Einbeziehung einer wahrnehmungsabhängigen Animation-Quality-Metrik, Ausnützung temporaler Kohärenz mittels Image-Warping, Verwendung geeigneter Filter), Internet -Streaming 3-dimensionaler virtueller Welten (Speicherung und Übertragung von Lichtfeldern, Kompression und Kodierung von Lichtfeldern, Internet-Streaming), Verteilte Streaming-Media-Systeme (Media Streaming über drahtlose Verbindungen, Verringerund der Latenz- Zeiten, Schutz vor Paketverlusten)

Stärkung des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Deutschland im Bereich der Informatik:
Zugleich soll damit dem akuten Mangel an qualifizierten Informatikern für die Hochschulen im Fach Informatik in Deutschland entgegengewirkt werden, um durch finanzielle und personelle Förderung hoch begabter Eliten aus aller Welt die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Deutschland im Bereich der Informatik zu stärken. Mit den Forschungsbedingungen im Max Planck Center soll auch in Zeiten des zunehmenden Wettbewerbs in der Welt um die "besten Köpfe" die Attraktivität Deutschlands auch für ausländische Spitzenwissenschaftlerinnen und - wissenschaftler erhöht werden.

Die Forschungsprojekte schließen jeweils einen maximal zweijährigen Forschungsaufenthalt an der Stanford University als "Assistant Professor" bzw. eine eigenverantwortliche mehrjährige Forschungstätigkeit am Max Planck Institut für Informatik ein. Die Tätigkeit am Max-Planck-Institut ist verbunden mit der Leitung einer eigenen Nachwuchsgruppe. Dieses Modell soll dem oft beobachteten Brain Drain in die USA attraktive Rückkehrperspektiven nach Deutschland entgegensetzen und so hochqualifizierten Nachwuchs auf dem Gebiet des Visual Computing für Deutschland sichern.

Sie haben noch weitere Fragen? Dann hilft Ihnen:
Christel Weins (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit)
Max-Planck-Institut für Informatik, Saarbrücken
Tel. 0681/9325-404,
E-mail: weins@mpi-sb.mpg.de

Saar - Uni - Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de
http://www.mpc-vcc.de

Weitere Berichte zu: Communication Computing Kodierung Kompression Max-Planck-Institut Visual

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

nachricht Computer mit Köpfchen
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik