Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Sprache der Software - Agenten vereinheitlichen

11.10.2005


Informatiker der Uni Jena und Jenaer Firma definieren Standards mobiler Software-Agenten


Geheimagenten spionieren geschütztes Wissen anderer Institutionen aus, um es für die eigene zu nutzen. Wenig damit zu tun, haben die Agenten, mit denen sich Informatiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena derzeit innerhalb einer internationalen Arbeitsgruppe beschäftigen. Hier geht es um so genannte Software-Agenten. Das sind intelligente Programme, die im Auftrag ihrer "menschlichen Klienten" selbstständig Aufgaben im Rechnersystem erledigen. Die Jenaer Informatiker um Prof. Dr. Wilhelm Rossak, Inhaber des Lehrstuhls für Softwaretechnik an der Universität, arbeiten derzeit mit der Jenaer Firma "the agent factory GmbH" innerhalb der Standardisierungsorganisation für Software-Agenten IEEE/FIPA an neuen Standards für solche mobilen Software-Agenten. Technologien können sich nämlich immer erst dann in praktischen Anwendungen durchsetzen und wirksam auf dem Markt eingesetzt werden, wenn man sich vorher über gemeinsame Standards für Kommunikationsprotokolle und Software-Schnittstellen geeinigt hat.

Der Vorschlag, solch eine Arbeitsgruppe zu gründen, wurde vor kurzem durch die Direktoren der IEEE/FIPA Standardisierungsorganisation angenommen. Das IEEE (Institute of Electrical and Electronics Ingeneers) und die FIPA (Foundation for Intelligent Physical Agents) sind Organisationen, die technische Standards im Computer- und Kommunikationsbereich definieren. In der Arbeitsgruppe werden fast 20 weitere internationale Universitäten und Firmen aus Kanada, Brasilien, den USA, Japan, Australien und Europa mitarbeiten. Geleitet wird diese gemeinsam vom Lehrstuhl für Softwaretechnik der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Fraunhofer Gesellschaft in Darmstadt, der Napier University in Edinburgh (Schottland) und der Swinburne University in Melbourne (Australien).


Die Firma "the agent factory GmbH" ist eine Ausgründung aus dem Institut für Informatik der Universität Jena. Sie wird innerhalb der Arbeitsgruppe die neuen Standards in fertige Software-Komponenten integrieren und an die spezifischen Programmstrukturen anpassen. Diese Komponenten werden dann umgehend in bereits existierende Software-Systeme eingebaut. Dadurch ist es möglich, die neuen Standards möglichst rasch zu verbreiten und durch die Systeme akzeptieren zu lassen.

"the agent factory GmbH" bietet selbst ein Agenten-Toolkit mit Namen "Tracy 2" an, das die Firma gemeinsam mit der Friedrich-Schiller-Universität entwickelt hat.

Kontakt:
Prof. Dr. Wilhelm Rossak
Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2
07743 Jena
Tel.: 03641/946330
E-Mail: rossak@informatik.uni-jena.de

Friederike Enke | idw
Weitere Informationen:
http://www.informatik.uni-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Erster Modularer Supercomputer weltweit geht am Forschungszentrum Jülich in Betrieb
14.11.2017 | Forschungszentrum Jülich GmbH

nachricht Online-Computerspiele verändern das Gehirn
09.11.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spin-Strom aus Wärme: Neues Material für höhere Effizienz

20.11.2017 | Physik Astronomie

Satellitenbilder zur Erfassung von Biodiversität nur bedingt tauglich

20.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Fall aus dem Datenrettungslabor – USB Sticks mit fehlerhaften Angaben

20.11.2017 | Unternehmensmeldung