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Rollstuhl wird durch Veränderungen der Mimik gesteuert

06.10.2005


Weltweit einmalige Navigation an der RWTH Aachen entwickelt



Die Mimik-Analyse ist einer der Forschungsschwerpunkte am Lehrstuhl für Technische Informatik (LTI) der RWTH Aachen. Sie kann sehr effektiv angewandt werden, bei-spielsweise bei der Spracherkennung oder für Sondersteuerungen in der Medizintechnik. Dr.-Ing. Ulrich Canzler hat am LTI ein Verfahren entwickelt, das die Merkmale des menschlichen Gesichts analysiert und das nun die Grundlage liefert für eine Steuerung für Rollstühle, die weltweit einmalig ist.

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Diese Steuerung wurde in der Firma CanControls, einem Spin-off-Unternehmen der RWTH, gemeinsam mit dem Reha-Spezialisten INVACARE zur Serienreife gebracht. Sie wird erstmalig auf der Düsseldorfer Fachmesse REHACare in der Zeit vom 12. bis zum 15. Oktober 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt. Schwerstbehinderte Personen, die nur noch ihre Kopfhaltung oder ihre Mimik kontrollieren können, sind durch das System jetzt in der Lage, Rollstühle, Pflegebetten und Haushaltsgeräte zu steuern. Dabei analysiert lediglich eine auf den Kopf gerichtete Webcam die charakteristischen Gesichts-merkmale der Patienten und ihre Veränderungen. Dem Team um Ulrich Canzler ist es dabei gelungen, Steuersignale aus der Mimik abzuleiten. Dabei kann individuell auf die Fähigkeiten des Betroffenen Rücksicht genommen werden und beispielsweise Lidschlag, Blickrichtung, Bewegung von Augenbrauen, Mundbild oder die Kopfhaltung analysiert werden.

Fragen beantwortet gerne Dr.-Ing.Ulrich Canzler unter der Telefonnummer 0241/80-23636 oder per E-Mail: canzler@cancontrols.com.

Dr. Christof Zierath | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwth-aachen.de

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