Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Göttinger Forschungsprojekte: Signalisierungstechniken für das Internet

20.09.2005


Forschungsgruppe Telematik erhält Fördergelder in Höhe von insgesamt 924.000 Euro



Die Weiterentwicklung von Signalisierungstechniken für das Internet steht im Mittelpunkt von drei neuen Forschungsprojekten an der Universität Göttingen, für die die Forschungsgruppe Telematik Fördermittel in Höhe von insgesamt 924.000 Euro eingeworben hat. Die auf zwei Jahre angelegten Arbeiten unter Federführung von Prof. Dr. Dieter Hogrefe und Dr. Xiaoming Fu werden von der Europäischen Union und der Deutschen Telekom gefördert. Ziel der Wissenschaftler ist es, Verfahren für die Signalisierung soweit zu verbessern, dass kommerzielle Dienste in der Sprach- und Videoübertragung künftig sicher und zuverlässig in differenzierbaren Qualitäten über das Internet angeboten werden können. In den drei zusammenhängenden Projekten werden dabei Signalisierungsprobleme in der drahtlosen, der mobilen und der Videoübertragung bearbeitet. Die Forschungsgruppe ist am Institut für Informatik angesiedelt. Zu ihren Kooperationspartnern gehören die Universitäten von Stuttgart, Madrid (Spanien) und Peking (China), die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Forschungslabore von mehreren europäischen und amerikanischen High-Tech-Unternehmen.



Mit Hilfe der Signalisierung wird die Kommunikation in einem Netz gesteuert. Über den Austausch von Signalisierungsinformationen werden Verbindungen zwischen den Teilnehmern hergestellt, aufrecht erhalten und wieder abgebaut. "Das Internet funktioniert dabei wie ein best effort-Medium. Die Betreiber versuchen, die Daten ,so gut wie möglich’ zu übermitteln. Für viele Anwendungen ist diese Form von Garantie jedoch nicht ausreichend", erläutert Prof. Hogrefe. Für einen seriösen Internettelefondienst müsse beispielsweise gewährleistet sein, dass die Datenpakete innerhalb einer gewissen Toleranzbreite zu einem bestimmten Zeitpunkt ankommen, um tatsächlich einen Sprachfluss in der gewohnten Telefonqualität zu erzielen. Insbesondere im Fall des immer populärer werdenden mobilen Internetzugangs seien die Qualitätsprobleme zum Beispiel beim Wechsel von einer Funkzelle zur nächsten konzeptionell weitgehend ungelöst. "Neben Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit sind außerdem Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit Signalisierungstechniken von zentraler Bedeutung. So muss beispielsweise der Nutzer sicher sein, dass er nicht unberechtigt abgehört werden kann", betont der Wissenschaftler. Nach Angaben von Prof. Hogrefe stößt dieses Forschungsgebiet auch bei den Studierenden des Göttinger Masterstudiengangs Angewandte Informatik auf großes Interesse. Sie sind in die Arbeit der Forschungsgruppe und ihre Projekte aktiv eingebunden haben und auch bereits entscheidende Beiträge zu Vorträgen auf internationalen Tagungen geleistet.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Dieter Hogrefe
Georg-August-Universität Göttingen
Institut für Informatik
Lotzestraße 16 - 18, 37083 Göttingen
Telefon (0551) 39-14401, Fax (0551) 39-14403
e-mail: hogrefe@informatik.uni-goettingen.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.ifi.informatik.uni-goettingen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive