Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kompetenznetz Demenzen hat eine der weltweit größten Demenzdatenbanken aufgebaut

15.09.2005


Erstmals für Deutschland standardisierte Diagnostik-Instrumente entwickelt


Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Kompetenznetz Demenzen hat eine der derzeit weltweit größten Demenzdatenbanken aufgebaut. Bis zum Welt-Alzheimer-Tag (21. September) wird sie die Daten aller 4.800 Patienten enthalten, die bislang in den Projekten des bundesweiten Forschungsverbundes untersucht wurden.

Die Biomaterialbank verfügt über die Blut- und Liquorproben (Rückenmarksflüssigkeit) von mehr als 1.000 Patienten und DNA-Proben von etwa 4.800 Patienten. Die Ergebnisse der neuro-psychologischen Tests, denen sich alle Probanden unterzogen haben, sind ebenfalls Teil der Datenbank. Hinzu kommen die Daten der Bildgebung, davon mehr als 340 spektroskopisch kernspintomographische Bilder, die Auffälligkeiten in der Stoffwechselaktivität des Gehirns zeigen, und über 500 morphometrisch kernspintomographische Untersuchungen, die Veränderungen der Gehirnstruktur abbilden. Die Proben sind von Patienten mit "Leichten Kognitiven Störungen" (LKS) und leichter Demenz unterschiedlicher Ursache, wie Alzheimer-Demenz, vaskuläre Demenz oder Lewy-Körperchen-Demenz.


Das Kompetenznetz Demenzen will mit seiner Datensammlung die Grundlage für die Verbesserung der Früh- und Differentialdiagnostik von Demenzen schaffen - von der Ermittlung und Erforschung neuer laborchemischer Blut- und Liquormarker, über die Optimierung bildgebender Verfahren und der neuropsychologischen Diagnostik bis hin zur Verbesserung der Diagnosesicherheit durch die Kombination der Untersuchungsverfahren. Gleichzeitig will das Kompetenznetz Demenzen mit seiner Datenbank eine möglichst sichere Verlaufsvorhersage von LKS und Demenzen ermöglichen. Zudem sollen damit LKS-Patienten möglichst frühzeitig identifiziert und die Frage geklärt werden, welche LKS-Patienten eine Alzheimer-Demenz entwickeln oder eine prädementielle Alzheimer-Krankheit haben.

Das Ziel ist, eine langfristig zugängliche Datenbank für die Erforschung der Alzheimer-Erkrankung und andere Demenzen aufzubauen, um so die Diagnostik und Behandlung von Demenzpatienten zu verbessern.

Standardisierte Diagnostik

Gleichzeitig wurden standardisierte Diagnostik-Instrumente entwickelt, die eine bessere Zuordnung zu den verschiedenen Demenzformen erlauben. Dazu gehören neuropsychologische Testverfahren, neurochemische Marker und bildgebende Verfahren.

Im Bereich der neurochemischen Demenzdiagnostik wurden Verfahren entwickelt, die eine einheitliche Behandlung von Blut- und Liquorproben an unterschiedlichen Zentren erlauben. Ebenfalls standardisiert wurden die Messprotokolle der kernspinspektroskopischen und volumetrischen Untersuchungen, so dass diese an unterschiedlichen Zentren miteinander vergleichbar und gemeinsam auswertbar sind.

Weitere Informationen bei:
Kompetenznetz Demenzen
Ulrike Jansen
Tel.: 0621 / 84 588 94
E-Mail: jansen@zi-mannheim.de

Info TMF:

Die Kompetenznetze in der Medizin haben sich mit anderen medizinischen Forschungsverbünden und Koordinierungszentren für Klinische Studien in der Telematikplattform für Medizinische Forschungsnetze (TMF) e.V. zusammengeschlossen, um gemeinsam Strategien und Lösungen zu übergreifenden Fragestellungen - besonders im Bereich der Telematik - zu entwickeln.

Antje Schütt | idw
Weitere Informationen:
http://www.tmf-ev.de
http://www.kompetenznetz-demenzen.de

Weitere Berichte zu: Alzheimer-Demenz Demenz Demenzdatenbank Kompetenznetz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ergonomie am Arbeitsplatz: Kamera erkennt ungesunde Bewegungen
24.04.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht TU Ilmenau entwickelt Chiptechnologie von morgen
20.04.2017 | Technische Universität Ilmenau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung