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Zusammengesetzte Funkumgebungen

07.09.2005


Kabellose Systeme erregen aufgrund ihres ausgedehnten Entwicklungspotenzials enormes Interesse. Die von Europa geförderte Forschung richtete sich bereits auf die gemeinsame Nutzung heterogener kabelloser Zugriffsnetze, um die Servicequalität und -verfügbarkeit zu verbessern.



Der Bedarf an einem flexiblen und effektiveren Funkzugang führte zum Konzept der Servicelieferung über gemeinsam optimierte heterogene terrestrische Funksysteme (zusammengesetzte Funkumgebungen). Die heterogenen Netze bestehen aus verschiedenen Funksegmenten, die über ein IP-Backbone miteinander verbunden sind und gemeinsam betrieben werden. Das zusammengesetzte Netz umfasst kabellose Multimode-Terminals, die in der Lage sind, alternativ in den verschiedenen, innerhalb der Infrastruktur verfügbaren Funksegmenten zu arbeiten.

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Im Rahmen des EU-Projekts CREDO wurden Experimente durchgeführt, um die Lieferung von Services in Bezug auf die Olympischen Spiele 2004 in Athen zu ermöglichen. Die Olympischen Spiele 2004 in Athen lieferten aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und dem Bedarf an verschiedenen Inhaltediensten in Zusammenhang mit strengen Qualitäts- und Kosteneffizienzanforderungen einen herausfordernden Kontext.

CREDO musste vor der Realisierung der Validierungsexperimente verschiedene technische Probleme lösen. Diese bezogen sich auf die Prototypen der Nutzerterminals, das Network and Service Management System (NSMS), die geeignete Auswahl und Charakterisierung von Serviceanwendungen und Nutzerprofilen sowie die Definition angemessener Experimentszenarien und Verkehrshintergrundbedingungen.

Das zusammengesetzte Netz von CREDO umfasste ein Mobilfunknetz (GPRS), ein WLAN-Netzwerk und ein Rundfunknetz (DVB-T). Es wurden Hardware- und Software-Architekturtools entwickelt, um Terminals zur Verfügung zu stellen, die in der Lage sind, Services auf IP-Basis abzurufen. Mit dem Ziel eines optimalen Systems wurde ein fortschrittliches Network and Service Management System (NSMS) zur Koordinierung der Funksegmente zum Erreichen eines Ausgleichs der Verkehrslast entwickelt.

Die kabellosen Terminals ermöglichen durch ein Managementmodul namens Terminal Station Management System (TSMS) die Realisierung von oder die Beteiligung an komplexen Auswahlen geeigneter Funktechnologien für einen bestimmten Kontext, dazu wird die den zusammengesetzten Funkumgebungen eigene Multimode-Funktion genutzt. Das TSMS eines Terminals interagiert mit dem NSMS für eine optimierte Auswahl des Funksegments, dem das Terminal zugewiesen ist.

Die von den zusammengesetzten Netzen gelieferten Optimierungsmöglichkeiten verbessern, wie nach dem CREDO-Projekt verdeutlicht, die Realisierbarkeit der Bereitstellung fortschrittlicher Servicequalitätsdienste (QoS - Quality of Service) für Endnutzer unter Berücksichtigung der Kosteneffizienz.

Kimon Kontovasilis | ctm
Weitere Informationen:
http://www.iit.demokritos.gr

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