Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenn das Auto mit dem Haus telefoniert

31.08.2005


960.000 Euro für neues Verbundprojekt "Vernetztes Fahren"


Wenn das Auto mit dem Haus telefoniert, um die Heizung einzuschalten, wenn mehrere Autos untereinander kommunizieren, um Straßenzustände oder Staus anzukündigen, wenn der Fahrer per Spracheingabe ein Hotel bucht, dann kann man von vernetztem Fahren sprechen. Neue Technologien in der Mobilkommunikation und der verstärkte Einsatz elektronischer Systeme im Automobil bieten neue Möglichkeiten für Kommunikationsdienste, Sicherheits- und Assistenzsysteme im Kraftfahrzeug. Diese sollen im Fahrzeug eingesetzt werden, um das Reisen im Automobil bequemer, komfortabler und sicherer zu gestalten.

In einem neuen, von der Investitionsbank Berlin geförderten Projekt forschen Wissenschaftler aus dem Zentrum-Mensch-Maschine-Systeme der TU Berlin ge-meinsam mit Partnern aus der Humboldt-Universität zu Berlin und der Firma HFC Human-Factors-Consult GmbH an diesem Thema. Das Projekt wird von der Eu-ropäischen Union mit EFRE-Mitteln kofinanziert. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre, das Gesamtvolumen umfasst rund 960 000 Euro.


Im Projekt stehen Fragen der Bedienbarkeit, Sicherheit und Akzeptanz solcher Anwendungen im Vordergrund. Vernetztes Fahren bezieht sich dabei auf jegliche Interaktion zwischen dem Fahrzeug und anderen Personen, Einrichtungen oder Verkehrsteilnehmern. Ziel des Vorhabens ist es, bei Gestaltung, Entwicklung und Vermarktung vernetzter Anwendungen im Automobil die Perspektive der Fahrer zu jedem Zeitpunkt zu berücksichtigen. Wie viele und welche Bedienanforderungen dürfen neben der Fahraufgabe an den Fahrer gestellt werden, ohne dass die Fahrsicherheit beeinträchtigt wird? Für welche Anwendungen besteht ein realistischer Bedarf bei Berufs- und Privatfahrern? Welche Abrechnungsmodelle sind für Privatfahrzeuge und Fahrzeugflotten geeignet und akzeptabel?

Das Projekt startet mit einer Anforderungs- und Bedarfsanalyse. Die Anforderungen von Fahrern sollen ebenso berücksichtigt werden, wie die von Automobilher-stellern, Zulieferern, Mobilfunk- und Diensteanbietern. In Simulatorstudien werden allgemeine Bedienkonzepte für vernetzte Anwendungen überprüft. Im Anschluss an das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Mobilfunkanbietern eine Pilotanwendung in einem Feldversuch erprobt.
Das Team wird von Seiten der TU Berlin von Dr. Leon Urbas, Zentrum Mensch-Maschine-Systeme, geleitet. Partner ist Prof. Dr. Hartmut Wandke, Lehrstuhl Ingenieurspsychologie an der HU Berlin. Die Gesamtleitung des Projektes liegt bei Dr. Harald Kolrep, Geschäftsführer der HFC Human-Factors-Consult GmbH und TU-Absolvent. Das Projekt wird begleitet von einem Expertenkreis aus der Automobil- und der Mobilkommunikationsbranche - darunter Audi, DaimlerChrysler, carmeq, continental-teves, O2 Germany, Fraunhofer-Institut HHI in Berlin, SWR-Media u.a.

Für Fragen stehen Ihnen gern zur Verfügung: Dr. Leon Urbas, TU Berlin,
Tel.: 030/314-72007, E-Mail: leon.urbas@zmms.tu-berlin.de, Harald Kolrep-Rometsch, HFC Human-Factors-Consult GmbH, Tel.: 030/6576-3220, E-Mail: kolrep-rometsch@human-factors-consult.de, Prof. Dr. Hartmut Wandke, HU Berlin, Tel.: 030/2093-9358, E-Mail: hartmut.wandke@rz.hu-berlin.de

Ramona Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2005/pi197.htm

Weitere Berichte zu: Automobil HFC Human-Factors-Consult

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder
19.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab
18.01.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie