Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer-IPSI-Wasserzeichen für Musikdownloads

24.08.2005


  • "labeltools" in der Endausscheidung um IMEA-Preis der Musikmesse Popkomm
  • "labeltools" integriert Fraunhofer-IPSI-Wasserzeichen in iPool-Software

Drastische Kostenreduzierungen bei der Bemusterung


Die Bremer Firma "labeltools GmbH" hat die Wasserzeichentechnologie des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI) in ihre Musikbemusterungssoftware "iPool" integriert und ist mit diesem Produkt bereits in die Endausscheidung um den diesjährigen IMEA-Award der Musikmesse Popkomm gekommen. Labeltools-Geschäftsführer André Meyer wird die innovative Software einer internationalen Fachjury, der Presse und dem Fachpublikum auf der Popkomm am 14. September in Berlin präsentieren. Während der gesamten Messedauer vom 14. bis 16. September ist labeltools in Halle 15, Stand 121 präsent.

"iPool" ist eine Webserver-Software und eröffnet Plattenfirmen aller Grössen die Chancen und Möglichkeiten der digitalen Music-Promotion. Mit iPool können die Firmen ihre Label-Profile, Promo-Tracks und Benutzerdaten verwalten, relevante Zielgruppen definieren, erfassen und online bemustern. Alles, was sie tun müssen, ist, die Songs im komprimierten MP3-Format auf den Server hochzuladen. Auf dem Server werden mit der Fraunhofer-IPSI-Technologie individuelle, unhörbare Wasserzeichen in die MP3-Dateien eingebaut. Binnen Sekunden stehen die Tracks der bereits in der Software vorselektierbaren Klientel zum Download zur Verfügung. Mit iPool können Tonträgerfirmen und Musik- Promotion-Agenturen weltweit Journalisten, Radiosender, Disk Jockeys, Lizenznehmer und - direkt für den Verkauf - Onlineshops beliefern. Der gesamte Prozess der konventionellen Tonträgerbemusterung wird dabei auf das Internet verlagert, wodurch die Herstellungs-, Versand- und Personalkosten der Tonträgerbemusterung nach Einschätzung von labeltools um 90 Prozent sinken (labeltools.com).


Wasserzeichen verhindert Missbrauch

Die Wasserzeichen-Technologie des Fraunhofer IPSI (www.ipsi.de/wasserzeichen) verhindert dabei den anonymen Missbrauch der Musikdaten, etwa durch das Einstellen in Downloadportale oder Tauschbörsen. Wer die Musik unauthorisiert weitergibt, muss damit rechnen, erwischt und zur Verantwortung gezogen zu werden - so ähnlich, wie ein Autofahrer bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung anhand seines Kennzeichens identifiziert werden kann. Bei Raubkopien wird das aber meistens mehr als ein Bussgeld sein - denn im Prinzip steht den Musiklabels ein Schadensersatz zu, der sich nach der Anzahl der heruntergeladenen Raubkopien bemisst. Und das kann teuer werden.

Wasserzeichen auch bei Hörbüchern und Filmen

Zu den Firmen, die bereits die Fraunhofer-IPSI-Wasserzeichen einsetzen, gehört auch das Hörbuchportal soforthören.de. Weitere Unternehmen der Hörbuch- und Musikindustrie wollen noch in diesem Jahr folgen. Die Einsetzbarkeit einer ähnlichen Technologie des Fraunhofer IPSI gegen Film- Raubkopien hat der Verband der Filmverleiher nach einer Studie im Juli diesen Jahres öffentlich bestätigt.

Michael Kip | Fraunhofer IPSI
Weitere Informationen:
http://www.ipsi.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Fraunhofer-IPSI-Wasserzeichen Musikdownload Raubkopie Server

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie