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E-Government im Testlabor: Mehr Effizienz, besserer Service

18.08.2005



Bücher bestellen, Flüge und Hotels buchen oder den Kontostand überprüfen – das geht heute alles vom Computer zu Hause aus. Um auch den digitalen Informationsaustausch mit Behörden und Verwaltungen voranzutreiben, hat Siemens in Berlin ein eGovernment-Labor eingerichtet. Dort werden Abläufe in Behörden analysiert, optimiert und dann in sichere elektronische Anwendungen umgesetzt. Diese integriert Siemens schließlich in bestehende IT-Landschaften. Bevor in einer Behörde ein System installiert wird, können die Siemens-Experten testen, ob in der Praxis alles funktioniert.


Bewährt hat sich beispielsweise die Software Solumstar, die in 13 deutschen Bundesländern von den Grundbuchämtern zur Verwaltung von Daten verwendet wird. Das eGovernment-Labor hat hier die Möglichkeit geschaffen, dass auch Notare von der Kanzlei aus über ein Web-Portal auf Grundbuch-Informationen zugreifen können. Bisher mussten sie sich zum Amt bemühen.

Damit persönliche Daten nicht in falsche Hände geraten, weist sich der Anwender mit einer Signaturkarte aus, die bei einem akkreditierten Trust-Center zertifiziert ist. Diese Karte, die in Deutschland den hohen Anforderungen des Signaturgesetzes entsprechen muss, enthält auf einem Chip die digitale Unterschrift ihres Besitzers. Zur Identifikation wird sie in ein am Computer angeschlosses Lesegerät gesteckt. Die Daten gehen an das Trust-Center und werden dort überprüft. Erst danach erhält der Benutzer Zugang.


Auch bei anderen virtuell abgewickelten Geschäftsvorgängen, die bislang einer Unterschrift bedurften, lässt sich mit solchen Signaturkarten Rechtsverbindlichkeit schaffen. Das eGovernment Labor arbeitet unter anderem daran, Beantragungsverfahren online zu ermöglichen.

Dafür müssen aber Daten und Dokumente in unterschiedlichen Formaten zusammen übermittelt werden können. Siemens Business Services hat daher das Zipped-Record-in-XML-Format (ZRX) entwickelt. Mit ZRX als "Behälter" ist es möglich, Textdateien im PDF- oder TXT-Format gemeinsam mit MP3-, JPG-, GIF- oder HTML-Dateien in einen virtuellen Aktenordner zu packen und diesen als Ganzes elektronisch zu versenden. Der Ordner kann dann von mehreren Behördenmitarbeitern gleichzeitig bearbeitet werden, was Zeit- und Kosten spart.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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