Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Computer nach dem Vorbild der Natur

18.08.2005


TU Berlin ist beteiligt am DFG-Schwerpunktprogramm "Organic Computing"



Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Projekte für die erste zweijährige Phase des im Jahr 2004 eingerichteten Schwerpunktprogramms "Organic Computing" genehmigt. Aus insgesamt 59 eingereichten Projektvorschlägen hat nun eine internationale Gutachterkommission 18 Projekte ausgewählt. Auch das Fachgebiet "Kommunikations- und Betriebssysteme" von Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß am Institut für Telekommunikationssysteme der TU Berlin ist mit dem Projekt "Model-Driven Development of Self-Organizing Control Applications" beteiligt.



Im Mittelpunkt des Schwerpunktprogramms "Organic Computing", das unter der Leitung von Prof. Dr. Hartmut Schmeck der Universität Karlsruhe durchgeführt wird, stehen Computersysteme, die sich selbst organisieren, optimieren, reparieren, schützen und den Umgebungsbedingungen anpassen. Organische Compu-tersysteme sind inspiriert von Ideen aus der Biologie. Sie basieren aber auf herkömmlicher Siliziumtechnologie. Ihre lebensähnlichen Eigenschaften wirken sich auf der Ebene des Gesamtsystems und beim Aufbau und Zusammenspiel ihrer Komponenten aus. Ziel der Forschung ist es, unter immer komplexeren Bedingungen anwenderfreundliche und sichere Informationsinfrastrukturen zu schaffen.

Im Forschungsprojekt von Prof. Heiß, Dr. Mühl und Dr. Weis an der TU Berlin geht es u.a. um Geräte, die komplexe Funknetzwerke bilden, deren Zusammensetzung sich durch neue Geräte oder Fehlersituationen ständig ändert und die daher eine fortlaufende Rekonfiguration erfordern.

Damit sich der Benutzer um all dies nicht kümmern muss, sollen diese Systeme sich selbst organisieren, d.h. sich wie organische Systeme veränderten Situationen selbständig anpassen. Ziel ist es, dass auch Nicht-Experten solche Systeme mittels einer einfachen abstrakten Modellierungssprache entwickeln können. Zur Umsetzung sollen geeignete Techniken verwendet werden, die sich an Vorbildern aus der Natur orientieren. DNA-Strukturen können in diesem Zusammenhang ein nützliches Vorbild sein.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß, Institut für Telekommunikationssysteme der TU Berlin, Tel. 030/314-73161 /-73160, E-Mail: heiss@cs.tu-berlin.de

Ramona Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/
http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2005/pi182.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Plattformübergreifende Symbiose von intelligenten Objekten im »Internet of Things« (IoT)
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Von Fußgängern und Fahrzeugen: Uni Ulm und DLR sammeln gemeinsam Daten für das automatisierte Fahren
09.12.2016 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie