Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Datenturbo für Transportnetze

09.08.2005


Siemens launcht intelligente Software für mehr Netzkapazität



Der deutsche Elektronikkonzern Siemens hat eine Software entwickelt, die eine Effizienzsteigerung von Transportnetzen um bis zu 30 Prozent erlaubt. Die Lösung nutzt mögliche Synenergien bei der Einrichtung der Ersatzkapazitäten und erstellt einen Sicherheitspuffer gegen Netzausfälle. Die Betreiber der Netze können ihre Netze dadurch, bei gleichen Kosten, höher auslasten.



Die intelligente Software verwendet Technologien aus der Welt des Internet-Protokolls (IP). Wird beim IP eine Verbindung zwischen Client und Server hergestellt, suchen sich die Datenpakete für jede Verbindung den besten Weg durchs weltweite Netzwerk. Dadurch kann eine optimale Auslastung erreicht werden. "Die gleiche Technologie kann auch auf einer Ebene tiefer für mehr Flexibilität sorgen", erklärt Andreas Iselt, Projektleiter für High Speed Networks bei Siemens. "Denn unter der virtuellen Welt der IP-Verbindungen steckt die Ebene der so genannten Transportnetze, also physikalische Verbindungen wie Glasfaserleitungen zwischen einzelnen Teilen des Netzes", so Iselt.

In dieser Ebene werden sämtliche Daten zu größeren Paketen zusammengefasst und über Backbone-Netze verschickt. Bei den Transportnetzen gab es bisher zwischen den Geräten verschiedener Hersteller keine standardisierten Signalisierungsprotokolle. Die Übergänge zwischen den Netzen unterschiedlicher Betreiber und zwischen Geräten unterschiedlicher Hersteller sind fest konfiguriert. Werden sie nicht gebraucht, liegen Netzressourcen brach. Mit der von Siemens entwickelten Software können diese Kapazitäten nun verwendet werden.

Die Siemens-Lösung nutzt GMPLS-Protokolle (Generalized Multi-Protocol Label Switching), die durch die entsprechenden Gremien (ITU-T, IETF und OIF) spezifiziert sind. Durch die GMPLS-Protokolle verständigen sich die einzelnen Netzelemente automatisch untereinander über den Datenweg und brauchen nicht mehr extra konfiguriert werden. "Wenn einer in Berlin sagt, ich brauche eine Ein-Gigabit-Ethernet-Verbindung nach München, dann machen das die Netzelemente in Zukunft untereinander selber aus", erklärt Iselt. Damit kann der Datenverkehr auch automatisch umgeleitet werden, wenn ein Netzelement ausfällt. Mit dem Cross-Connect SN16000 vom Siemens-Partner Sycamore bietet Siemens Communications bereits eine erste GMPLS-Lösung mit dieser Technik. Bereits eingesetzte Geräte können ebenfalls mit der neuen Software ausgestattet werden.

Wilhelm Bauer | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Berichte zu: Datenturbo Netzelement Transportnetz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

nachricht Computer mit Köpfchen
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher entwickeln zweidimensionalen Kristall mit hoher Leitfähigkeit

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index

21.08.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement

21.08.2017 | Informationstechnologie