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Dreidimensionaler Barcode schützt Diamanten

02.08.2005


Fälschern und Dieben wird die Arbeit erschwert



Um Kostbarkeiten wie Diamanten oder Gemälde künftig besser vor Diebstahl und Fälschung schützen zu können, hat ein Team von Wissenschaftlern des National Physical Laboratory eine besondere Form der Codierung entwickelt: Die Stücke werden mit einem mikroskopisch kleinen dreidimensionalen Strichcode versehen. Wie das Wissenschaftsmagazin New Scientist berichtet, ist dieser Barcode für Diebe praktisch unsichtbar. Er kann auch nicht mit den Händen ertastet werden.

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Der Barcode hat die Form eines Würfels mit einer Größe von 30 Mikrometern. Dieser Würfel besteht aus Silikon und ist mit einer 100 Nanometer dünnen Schicht aus Polymethylmethacrylat überzogen, einem transparenten Kunststoff. Er kann entweder mit Klebemitteln auf dem zu schützenden Objekt befestigt oder gleich in dessen Material eingewebt werden. Um einen Barcode herzustellen, graviert ein Elektronenstrahl-Lithograph 90.000 kleine Quadrate in die Kunststoffoberfläche des Würfels. Die Gravur kann in fünf unterschiedlichen Tiefen angefertigt werden. Sowohl die Position als auch die Tiefe jedes Quadrates ist einzigartig.

Für den Besitzer eines Diamanten oder eines anderen Kunstgegenstandes ist es mit Hilfe dieses Barcodes einfach, seine Besitzansprüche im Falle eines Diebstahls zu beweisen. Diebe oder Fälscher verfügen kaum über die notwendige Ausstattung um solch einen Barcode zu lesen - er kann nur mit Hilfe eines Elektronenmikroskops entschlüsselt werden - geschweige denn, selbst einen zu schreiben. Angeblich liegen den Wissenschaftlern bereits erste Anfragen von Diamantenhändlern vor.

Silke Welteroth | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.npl.co.uk/

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