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Internationale Vernetzung soll Zugang zu Informationsressourcen verbessern

14.07.2005


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat als vierter Partner ein internationales Abkommen zum Netzwerk "Knowledge Exchange" unterzeichnet. Diese gemeinsame Initiative mit nationalen Fördereinrichtungen aus Großbritannien, den Niederlanden und Dänemark dient dem Ausbau der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) für Forschung und Lehre. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Entwicklung gemeinsamer Strategien und die Vereinbarung einheitlicher oder kompatibler technischer Lösungen. Sie sollen dafür sorgen, dass Wissenschaftler und Studierende mit nutzerfreundlichen Systemen über nationale Grenzen hinaus Zugang zu allen wissenschaftlich relevanten Informationen erhalten.



Der Einsatz von ICT in Forschung und Lehre wird mit Blick auf die wachsende internationale Vernetzung in der Wissenschaft immer bedeutsamer. "Knowledge Exchange" soll daher die bisher eher unverbindliche internationale Kooperation im Bereich der Informationsversorgung durch feste Strukturen ersetzen. Die Partner im Netzwerk - neben der DFG das britische JISC (Joint Informations Systems Committee), die niederländische SURF (Stiftung für die Zusammenarbeit im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie für Forschung und Lehre) und die dänische DEF (Danish Electronic Research Library) - wollen auf eine gemeinsame Infrastruktur und gemeinsame Standards hinarbeiten. Dazu gehören die Umgestaltung der technischen Systeme ebenso wie Dienstleistungen für wissenschaftliche Nutzer.



Neben der Verbesserung des Informationsaustauschs und Wissenstransfers soll die enge Kooperation auch eine gemeinsame Struktur für das Gebiet des digitalen Lernens, Lehrens und Forschens schaffen und sichern. Der Aufbau internationaler "Virtual Research Environments" würde deutschen Wissenschaftlern beispielsweise eine komplette Kommunikationsumgebung in den jeweiligen Arbeitsgebieten vermitteln. Mit ihren gemeinsamen Anstrengungen erhofft der Verbund darüber hinaus, auch europäische Entwicklungen im Bereich der Informationstechnologie zu beeinflussen.

Die Arbeit des Netzwerkes wird von einem zentralen Büro aus koordiniert, das seinen Sitz zunächst in Kopenhagen in den Räumen der Danish National Library Authority haben wird und im September 2005 seine Arbeit aufnimmt.

Dr. Sigrun Eckelmann | DFG - Pressestelle
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de/lis

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