Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Echtzeit-Übertragung in Studioqualität

13.09.2000


© Fraunhofer ESK - Der ATM-Adapter

ermöglicht es, Videoaufnahmen in TV-Studioqualität mit einer

geringen Zeitverzögerung über Standard-Datenprotokolle zu

übertragen


... mehr zu:
»ATM »ESK »Pixel »Studioqualität »Videodaten
Eine Neu-Entwicklung ermöglicht es, Videoaufnahmen in TV-Studioqualität mit einer geringen Zeitverzögerung über Standard-Datenprotokolle zu übertragen. Das macht gemeinsame
Probenaufnahmen an unterschiedlichen Standorten oder verteilte Schnittplätze möglich.

Um Videodaten beispielsweise für Live- Sendungen im Fernsehen digital zu übertragen, werden Komprimierungsverfahren wie MPEG-2 eingesetzt. Dabei werden vom Zuschauer nicht wahrnehmbare Teile entfernt. Dass sich die Bildqualität verschlechtert und sich die Signale zeitlich verzögern, wird in Kauf genommen, um verfügbare Kanäle nutzen zu können. Fernsehstudios können solche verlustbehafteten komprimierten Daten jedoch nicht nach- oder weiterverarbeiten. Deshalb setzen sie verlustlose Methoden ein, die aber bei Anwendungen wie gemeinsamen Proben an unterschiedlichen Standorten oder örtlich verteilten Schnittplätzen an ihre Grenzen stoßen. Dafür waren bisher teure Direktverbindungen mit Spezialequipment notwendig. Ein System, das Forscher der Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK in München gemeinsam mit dem Institut für Rundfunktechnik in München entwickelten, kann jetzt qualitativ hochwertige Live-Bilder nahezu ohne Zeitverzögerung über breitbandige Datennetze übertragen.

Basis für diese Übertragung ist ATM (Asynchroner Transfermodus). Bei diesem Verfahren werden alle Daten in Pakete gleicher Größe, die ATM-Zellen, verpackt. Transportmedium sind Glasfaserkabel, denn die optische Datenübertragung erlaubt es, wesentlich mehr Daten wesentlich schneller vom Sender zum Empfänger zu bringen. »Hierfür war es notwendig, eine Erweiterung des ATM-Protokolls, einen eigenen ATM Adaption Layer (AAL), zu entwickeln«, berichtet Dipl.-Ing. Arnold Plankl von der ESK. »Als weitere wichtige Funktion haben wir in unseren Adapter eine automatische Fehlerkorrektur integriert«. Eine spezielle Codierung der Datenpakete vor der Übertragung stellt sicher, dass sich Daten, die auf dem Übertragungsweg möglicherweise verloren gehen, rekonstruieren lassen. Das heißt, die ankommenden Bilder entsprechen Pixel für Pixel den Ausgangsbildern. Dabei werden die Videodaten mit bis zu 270 Megabits pro Sekunde übertragen. Zum Vergleich: Bei einem Telefongespräch über ISDN werden 64 Kilobits pro Sekunde verschickt.

Von technischer Seite bietet das Gerät für Film-, TV- und Multimedia-Unternehmen die Möglichkeit für sichere, schnelle und fehlerfreie Live-Übertragungen in Studioqualität über Standard-Datennetze und ohne Spezialausrüstung.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Arnold Plankl
Telefon: 0 89/54 70 88-3 71
Telefax: 0 89/54 70 88-2 25
E-mail: plankl@esk.fhg.de

Fraunhofer-Einrichtung für
Systeme der Kommunikationstechnik ESK
Hansastraße 27 d
D-80686 München
Pressekontakt:
Susan Hauptvogel
Telefon: 0 89/54 70 88-3 53
Telefax: 0 89/54 70 88-2 20
E-Mail: hauptvogel@esk.fhg.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Beate Koch |

Weitere Berichte zu: ATM ESK Pixel Studioqualität Videodaten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft
27.04.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Ergonomie am Arbeitsplatz: Kamera erkennt ungesunde Bewegungen
24.04.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie