Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens bringt Funktechnik zur Positionsmessung in Start-up ein

05.07.2005


Die Siemens AG hat die Technologie "Local Positioning Radar" (LPR) in die neu gegründete Symeo GmbH eingebracht. Diese Funktechnik ermöglicht auch unter Rahmenbedingungen, in denen GPS oder optische Ortungssysteme nicht einsetzbar sind, die genaue Bestimmung der Position von Personen und Gegenständen. "LPR arbeitet in Warenlagern und rauen Produktionsumgebungen sowohl in Gebäuden als auch im Freien absolut stabil und zuverlässig", so Dirk Brunnengräber, Geschäftsführer der Symeo GmbH. "Siemens ist an der Verfügbarkeit der Technologie interessiert und will sie im Rahmen seines Systemgeschäfts verwenden. Auf das Produktgeschäft zielt das Unternehmen jedoch nicht", sagte Dr. Andreas Brinkrolf, CEO des Siemens Technology Accelerator.

... mehr zu:
»Funktechnik »LPR »Start-up »Verfügbarkeit

"Wir wollen diese Technologie schnell und effektiv dem Markt zur Verfügung stellen. Deshalb haben wir uns entschieden, das gesamte Know-how in einer flexiblen und schlagkräftigen Organisation zu konzentrieren", erläuterte Brinkrolf die Ausgründung. "Siemens ist Gesellschafter, Kunde und Partner des Start-ups und profitiert so von der externen Kommerzialisierung der Technologie. Darüber hinaus werden auch Arbeitsplätze im High-Tech-Bereich geschaffen."

Bei LPR werden die Geräte und Gegenstände, deren Position verfolgt werden soll, mit Empfängern versehen. Gleichzeitig werden auf dem Gelände kleine Sender installiert. "Wenn Sie nun einen Gabelstapler mit einem Empfänger versehen haben, dann reichen drei Funksignale der installierten Sender aus, um über eine Laufzeitmessung die Position des Gabelstaplers auf dem Firmengelände exakt zu bestimmen", erklärte Brunnengräber. Diese Funklösung gewährleistet nicht nur eine Verfügbarkeit innerhalb von Gebäuden, die Signale durchdringen auch Schmutz, Regen oder Schnee und erzeugen gegenüber bisherigen Ortungslösungen keinen nennenswerten Wartungsaufwand.


Ein Beispiel für den erfolgreichen Einsatz dieser Technologie liefert die Dillinger Hütte. "Die LPR-Technik deckt die Anforderungen unseres Walzwerks ideal ab", sagte Dr. Bernd Luxenburger, Direktor der Zentralen Dienste bei der Dillinger Hütte. "Das Schlüsselkriterium für die Bewertung eines Positionierungssystems ist bei uns neben den Kosten vor allem seine Zuverlässigkeit. Zu den Witterungseinflüssen im Freien kommt im Hallenbereich noch Schmutz und Staub, der bei optischen Lösungen oft zu Störungen führt." Seit über einem Jahr werden in dem Walzwerk der Transport und die Lagerung des Rohmaterials mit Hilfe von LPR registriert. Bis auf wenige Zentimeter genau ermittelt das System, wo sich die einzelnen Transportkräne und die Ware gerade befinden - eine unabdingbare Präzision, um angesichts der schmalen, nebeneinander gelagerten Rohmetallplatten die gewünschte Charge herausgreifen zu können.

"Wir sehen durch die Verwendung von Standardkomponenten zahlreiche Einsatzfelder", so Brunnengräber. "Das reicht von der Ortung von Waren-Paletten in Blocklagern oder von Fracht-Containern in großen See-Häfen bis hin zu nichtindustriellen Szenarien." Da WLAN und Mobilfunk-Netze in einem ähnlichen Frequenzbereich operieren wie LPR und Handys, können sie LPR-Signale verarbeiten. Ein Software-Upgrade in WLAN-Hotspots und in den Endgeräten würde ausreichen, um beispielsweise eine LPR-gestützte mobile Navigation innerhalb von Einkaufszentren zu ermöglichen.

Guido Weber | idw
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Berichte zu: Funktechnik LPR Start-up Verfügbarkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Modellfabrik Industrie 4.0: Forschungs- und Trainingsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft
28.03.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit