Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bonner Supercomputer unter den Top 500 der Welt

23.06.2005


Ein Großrechner an der Universität Bonn hat es unter die Top 500 der weltschnellsten Computer geschafft. Der Supercomputer mit Namen "Himalaya" steht am Institut für Numerische Simulation (INS) und liegt auf Platz 428. Er besteht aus 128 handelsüblichen PCs, die über ein ultraschnelles Netzwerk zusammengeschaltet wurden. Mit einer ähnlichen Technik hatten die Bonner Mathematiker 1999 sogar Platz 362 der damaligen Weltrangliste belegt. "Himalaya" ist allerdings knapp 40mal schneller. Deutschlandweit schaffte es der PC-Verbund auf Rang 28.



Gespannt warteten die Bonner Mathematiker um den Institutsleiter Professor Dr. Michael Griebel gestern Mittag auf die Veröffentlichung der neuen Weltrangliste. Das Ergebnis freute sie auch deshalb, weil sie es mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln erzielt hatten: "Das zeigt, dass man es auch mit günstiger Technik unter die Top 500 schaffen kann", sagt Dr. Marc Alexander Schweitzer vom INS. Der leistungsfähigste Computer der Welt steht in Kalifornien: Der Großrechner im Lawrence Livermore National Laboratorium ist 110mal so schnell wie "Himalaya" - allerdings auch 300mal so teuer.

... mehr zu:
»INS »Mathematik »PC-Verbund »Supercomputer


Die Top 500-Liste wird jährlich von Wissenschaftlern aus Mannheim und den USA zusammengestellt. Die Rechner müssen eine extrem komplexe Rechenaufgabe lösen. Der Bonner PC-Verbund brachte es dabei auf mehr als 1,2 Terraflops, das sind 1,2 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde.

Die Mathematiker am INS nutzen den Supercomputer beispielsweise, um Brennstofftanks von Raketen zu optimieren oder in einem Wust anonymer Patientendaten mögliche krebsauslösende Faktoren aufzuspüren. Bei diesen Aufgaben kommt es darauf an, komplexe Gleichungssysteme möglichst schnell zu lösen. Auch für Regenvorhersage-Modelle der Bonner Meteorologen soll "Himalaya" eingesetzt werden. Daneben wird der Superrechner auch dem Sonderforschungsbereich 611 "Singuläre Phänomene und Skalierung in mathematischen Modellen" zur Verfügung stehen.

Kontakt:
Schweitzer, Dr. Marc Alexander
Institut für Numerische Simulation der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-3174
E-Mail: schweitzer@ins.uni-bonn.de

Frank Luerweg | idw
Weitere Informationen:
http://www.top500.org
http://www.uni-bonn.de/

Weitere Berichte zu: INS Mathematik PC-Verbund Supercomputer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten
22.08.2017 | Fraunhofer IPM

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen