Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Infineon Chips führen das Antennenfernsehen ins digitale Zeitalter

25.05.2005


Beim Start des digitalen Zeitalters für das Antennenfernsehen in Bayern sind Chips von Infineon ganz entscheidend mitbeteiligt. Der Münchner Halbleiterlieferant Infineon Technologies AG ist weltweit führender Hersteller von Chips für den digitalen Fernsehempfang. Die Chips für das digitale Antennenfernsehen DVB-T (Digital Video Broadcast-Terrestrial) werden in München entwickelt und in Regensburg hergestellt. In acht von zehn der weltweit 12 Millionen Endgeräte wie Fernseher und Set-Top-Boxen für den digitalen Fernsehempfang über Antenne arbeiten Halbleiter aus der Infineon-Produktion.

Eine Zeitenwende wie bei den Handys

Der neue digitale Übertragungsweg vom Fernsehsender zum TV-Empfänger bedeutet nicht nur eine technische Umstellung, sondern stellt den Übergang in eine neue Ära für das Medium Fernsehen dar. Der Wechsel bringt den Zuschauern nicht nur größere Senderauswahl und deutlich bessere Empfangsqualität über die terrestrische Antenne. Er eröffnet zugleich auch das Zeitalter des mobilen Fernsehens - vergleichbar etwa der Umstellung vom analogen Festnetztelefon zum digitalen Mobiltelefon vor rund 15 Jahren und dem darauf folgenden Handy-Boom. Mit analoger Übertragungstechnik gelang es aus physikalischen Gründen bisher nicht, auf mobilen Endgeräten stabile Fernsehbilder zu empfangen. Mit DVB-T jedoch wird Fernsehen in den meisten Ländern Europas möglich, auch von unterwegs, im Auto oder auf der Parkbank.

"Schon bald", so Uwe Rüddenklau von Infineon, verantwortlich für das System Engineering von TV Tuner Systems, "können wir digitale Fernsehempfänger in Handys, in Laptops, Spielekonsolen oder Pocket-Computern erwarten." Dann habe jeder auf seinem digitalen Endgerät die Wahl unter bis zu 24 Fernsehkanälen. In der Entwicklung von Chips für den TV-Empfang, so Rüddenklau, setze sich der Trend zu ständig weniger Platzbedarf, höherer Empfangsleistung und geringerem Stromverbrauch fort, so dass Handybatterien bald auch für stundenlanges Fernsehen ausreichen werden.

Hochfrequenzchips (Tuner) von Infineon empfangen digital TV weltweit

Bei den Hochfrequenzchips für digital terrestrische TV-Empfangsgeräte hat Infineon einen Weltmarktanteil von rund 80 Prozent. Infineon-Empfängersysteme können heute sowohl die digitalen Signale nach dem europäischen DVB-Standard als auch nach den amerikanischen, japanischen, koreanischen und chinesischen Normen für das Digital-Fernsehen verarbeiten. Daneben eignen sie sich auch für analoge Bildsignale, so dass Fernsehempfängern damit weltweit alle Übertragungswege offen stehen.

Infineon hat bereits 2003 zusammen mit Partnern eine PCMCIA-Zusatzkarte für Laptops entwickelt, die erstmals den mobilen digitalen TV-Empfang nach DVB-T Standard ermöglicht. Diese kommt heute in mobilen Endgeräten zum Einsatz.

Karin Bräckle | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.infineon.com

Weitere Berichte zu: Antennenfernsehen DVB-T Endgerät Fernsehempfang Zeitalter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Datenbrille erleichtert Gehörlosen die Arbeit in der Lagerlogistik
23.02.2018 | Technische Universität München

nachricht Verlässliche Quantencomputer entwickeln
22.02.2018 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics