Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Next Generation: Phase-Change-Memory

24.05.2005


Infineon, IBM und Macronix haben heute, 23. Mai 2005, eine gemeinsame Forschungsinitiative angekündigt, mit der das Potential von PCM (Phase Change Memory) - einer neuen Computer-Speichertechnologie - untersucht werden soll.

... mehr zu:
»Macronix »PCM »Speichertechnologie

PCM ist eine neue Technologie, bei der zwei unterschiedliche Zustände eines speziellen Materials zur Informationsspeicherung genutzt werden. Statt mit elektrischen Ladungen werden Daten durch den Wechsel vom amorphen zum kristallinen Zustand des Materials gespeichert. Diese Technologie befindet sich zwar noch in einer frühen Forschungsphase, zeigt aber Potential für die schnelle und dicht gepackte Speicherung von Daten, die auch nach dem Abschalten der Spannung erhalten bleiben. Potenzielle Applikationen decken ein großes Spektrum ab, von leistungsfähigen Servern bis hin zur Konsumelektronik.

Die Forschungsinitiative bündelt die Stärken der drei Partnerfirmen: Die Grundlagenforschung bezüglich der Materialien und Physik von IBM, die Kompetenz von Infineon bei der Forschung, Entwicklung und Serienfertigung verschiedenster Speichertechnologien und -produkte sowie die Expertise von Macronix bei nichtflüchtigen Speichern.


„Mit diesen gemeinsamen Forschungsanstrengungen bekräftigt IBM seine Zielsetzung, neue Phänomene auf ihren Einsatz für Speicheranwendungen zu untersuchen“, sagte T.C. Chen, Vice President für Wissenschaft und Technologie bei IBM Research. „Das Projekt zielt darauf ab, Materialien für leistungsfähige, nichtflüchtige Speicher zu entwickeln und diese Materialien in realitätsnahen Speicherchip-Demonstratoren zu evaluieren.”

„Diese Initiative unterstreicht einmal mehr Infineons großes Engagement bei der Evaluierung und Entwicklung von interessanten, neuen Speichertechnologien“, sagte Wilhelm Beinvogl, Senior Vice President für Technologie und Innovation im Geschäftsbereich Speicherprodukte von Infineon. „Mit dieser Partnerschaft, die Spezialisten aus den verschiedensten Bereichen vereint, setzt Infineon seine lange Tradition bei Forschungs-Kooperationen fort.“

„Macronix kann auf eine lange Tradition bei der unabhängigen und partnerschaftlichen Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet nichtflüchtiger Speicher verweisen. Dieser Zusammenschluss für die Erforschung von Phase-Change-Speichern dokumentiert unser Bestreben, für unsere Kunden immer die besten Technologien mit Mehrwert zur Verfügung zu stellen. Wir sind überzeugt davon, dass unsere gemeinsamen Anstrengungen bei PCM nicht nur dazu beitragen, die Roadmap für nichtflüchtige Speicher über Floating-Gates und die 2-Bit/Zellen-NBit-Technologie hinaus fortzuschreiben, sondern auch neue Marktperspektiven eröffnen werden“, sagte Miin Wu, President und CEO von Macronix International Co.

Die Forschungsaktivitäten sind beim TJ Watson Research Center von IBM in Yorktown Heights, New York und im IBM Almaden Research Lab in San Jose, Kalifornien, angesiedelt. Etwa 20 bis 25 Mitarbeiter der drei Firmen werden dort gemeinsam an dem Projekt arbeiten.

Über IBM

IBM ist die weltweit größte IT-Technologiefirma und seit mehr als 80 Jahren führend bei Weiterentwicklungen im Geschäftsumfeld. Die Firma kann auf eine lange Tradition bei Innovationen mit gesellschaftlicher Tragweite zurückblicken. In den letzten Jahren wurden u.a. eine Reihe von Forschungsinitiativen gestartet, um die „großen Herausforderungen“ der Wissenschaft zu meistern - dazu zählen der Schachcomputer Deep Blue und Entschlüsselung von Protein-Ketten mit BlueGene, dem weltweit schnellsten Supercomputer. IBM Research ist die weltweit größte Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Informationstechnologie mit mehr als 3.000 Wissenschaftlern und Ingenieuren in acht Forschungslabors in sechs Ländern. Mehr Informationen unter www.ibm.com.

Über Infineon

Infineon Technologies AG, München, bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket, für Anwendungen in der Kommunikation sowie Speicherprodukte. Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten über Landesgesellschaften in den USA aus San Jose, Kalifornien, im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur und in Japan aus Tokio. Mit weltweit rund 35.600 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2004 (Ende September) einen Umsatz von 7,19 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen ist in Frankfurt und New York (NYSE) unter dem Symbol „IFX“ notiert. Weitere Informationen unter www.infineon.com.

Über Macronix

Macronix International Co., Ltd. (TSEC: 2337, NASDAQ: MXICY), gegründet 1989 und mit Firmensitz in Hsinchu, Taiwan, ist einer der acht weltweit führenden Hersteller von nichtflüchtigen Halbleiterspeichern. Macronix fertigt Flash- und Masken-ROM-Bau-elemente in seinen Produktionsanlagen in Taiwan mit Prozessgeometrien von bis herunter zu 0,13 Mikrometern. Alle Produktionsstätten von Macronix sind entsprechend den Industrie- und Umweltstandards zertifiziert. Macronix hat Niederlassungen in Belgien, Singapur, China, Japan und den USA. Weitere Informationen unter: www.macronix.com.

IBM Research
Lizette Kodama
Phone: ++1-914-945-2703
lkodama@us.ibm.com

Macronix
Patrick Tang
Phone: ++886-3-578-6688 ext. 71233
patricktand@mcix.com.tw

Information Number: INFCPR200505-054

Reiner Schoenrock
Media Relations Contact

Infineon Technologies AG
P.O. Box 80 09 49
D-81609 Muenchen
Germany
Phone: +49-89-234-29593
Fax: +49-89-234-28482
reiner.schoenrock@infineon.com

Reiner Schoenrock | infineon press
Weitere Informationen:
http://www.infineon.com

Weitere Berichte zu: Macronix PCM Speichertechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Sicheres Bezahlen ohne Datenspur
17.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik