Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Werkzeug zur Unterstützung barrierefreier Web-Seiten

09.03.2005


SiteBOp - der Barrierefreiheits-Optimierer für Websites



Der IT-Dienstleister MATERNA GmbH stellt erstmalig auf der CeBIT 2005 mit dem SiteBOp ein Werkzeug vor, das Redakteure bereits bei der Erstellung barrierefreier Web-Seiten unterstützt, die mit einem Content-Management-System erstellt werden. Für Behörden ist die Umsetzung und Einhaltung der BITV (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung) verpflichtend. Damit gewinnt die Erstellung barrierefreier Internet-Auftritte eine immer größere Bedeutung. In seiner ersten Version ist der SiteBOp in das Content-Management-System von CoreMedia integriert. Gezeigt wird der SiteBOp auf dem MATERNA-Messestand in Halle 3, Stand C30 sowie im Public Sector Parc in Halle 9, Stand E75.



Die gut durchdachte Konzeption eines Content-Management-Systems (CMS) ist bereits der erste Schritt, um barrierefreie Web-Seiten zu erzeugen. Die Erstellung barrierefreier Inhalte obliegt dabei den Redakteuren. MATERNA hat daher speziell für diesen Nutzerkreis ein Software-Tool entwickelt, das bei der redaktionellen Verwendung von Akronymen, Abkürzungen, Zitaten und ähnlichem sowie bei der Überprüfung der erzeugten Web-Seiten unterstützt.

Um den Anforderungen der BITV gerecht zu werden, müssen die eingepflegten Web-Inhalte manuell nachbearbeitet werden. Im Gegensatz zu bisher gängigen Werkzeugen wählt MATERNA hier einen neuen Ansatz: Der Redakteur erhält bereits während der Inhaltserfassung eine Rückmeldung, wie die Seite im Hinblick auf Aspekte der Barrierefreiheit optimiert werden kann.

Der Redakteur gibt seinen Inhalt einfach wie gewohnt über das Redaktionssystem ein und aktiviert die integrierte Funktionstaste für den SiteBOp. Der Text wird automatisch auf verwendete Abkürzungen und Akronyme überprüft. Die gefundenen Elemente werden anhand individuell pflegbarer Listen identifiziert und angezeigt. Der Redakteur entscheidet nun eigenständig, welche Begriffe ausgezeichnet werden sollen. Für eine einheitliche automatische Auszeichnung enthält der SiteBOp je eine zentrale erweiterbare Datenbasis für Akronyme und Abkürzungen.

Ferner bietet SiteBOp eine Schnittstelle, die den erzeugten Seiten-Code automatisch mit den frei verfügbaren Validierungswerkzeugen für Cascading Stylesheets (CSS) und HTML des W3C überprüft. So lassen sich beispielsweise auch Fehler in den bereits integrierten CSS und Templates aufdecken.

SiteBOp richtet sich insbesondere an Redakteure sowie technisch orientierte Personen. Das Werkzeug überprüft zunächst bei der Erstellung der Web-Seiten auf Barrierefreiheit und weist auch nach Abschluss der redaktionellen Arbeiten auf mögliche Barrieren in der fertigen Seite hin. Die Auswahl der von SiteBOp zur Verfügung gestellten Funktionen ist für jeden Nutzer frei konfigurierbar.

Funktionen SiteBOp im Überblick - zentrale, erweiterbare Datenbasis für Akronyme und Abkürzungen - automatische Auszeichnung von Akronymen, Abkürzungen und Zitaten - Kontrolle von Überschriftenhierarchie und Tabellenauszeichnungen - Empfehlung für Text- und Absatzgestaltung - Vorschau mit verschiedenen Style-Varianten (beispielsweise große Schrift, ohne Styles, schwarz/weiß-Darstellung) - Seiten basierte Überprüfung durch Validierungswerkzeuge des W3C (CSS und HTML)

Barrierefreiheit

Barrierefreies Internet sorgt dafür, dass eine Internet-Seite für jeden Benutzer lesbar und bedienbar ist - auch für behinderte Menschen - und bietet damit einen Mehrwert für alle Anwender. Oftmals beinhaltet das Internet aber Barrieren, die für behinderte Menschen nur schwer zu überwinden sind. Beispielsweise können Sehbehinderte und blinde Internet-Nutzer sich zwar Texte in Braille-Schrift ausgeben oder von Screenreadern vorlesen lassen. Grafiken, Bilder oder Videos allerdings, die nicht mit einem Alternativtext versehen sind, sind für blinde Menschen inhaltslos. Technische Basis für die Erzeugung "sauberen" HTML-Quellcodes sollten dabei definierte Standards für das Erzeugen barrierefreier Web-Seiten sein. Erst so können Web-Seiten von allen Endgeräten verstanden, interpretiert und ausgegeben werden. Des Weiteren werden Grafiken mit maschinenlesbaren, erklärenden Alternativtexten versehen. Auch Tabellen und Formulare sollten maschinenlesbar formatiert sein. Eine ausschließliche Eingabe über die Tastatur für Menschen, die eine Maus nicht nutzen können, muss ebenfalls berücksichtigt werden. Die BITV enthält einen Kriterienkatalog mit insgesamt 14 verbindlichen Richtlinien, um eine Website barrierefrei zu erstellen.

Die Verwendung eines CMS ermöglicht dem Redakteur, sich auf seine Kernkompetenz, die Inhaltserstellung und -erfassung, zu konzentrieren. SiteBOp geht noch einen Schritt weiter und unterstützt den Redakteur bestmöglich und teilautomatisch bei der Umsetzung der BITV im Hinblick auf die Erstellung barrierefreier Seiten.

Christine Siepe | deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.materna.de/

Weitere Berichte zu: Abkürzung BITV Erstellung SiteBOp Web-Seiten Werkzeug

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Sicheres Bezahlen ohne Datenspur
17.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik