Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue 16-bit-MCU-Familie für Industrieanwendungen

09.03.2005


Infineon erweitert Mikrocontroller-Produktportfolio


Die Infineon Technologies AG stellte heute anlässlich der „Embedded Systems Conference“ ihre neuen, für den Einsatz in Industrieanwendungen entwickelten 16-bit-Mikrocontroller vor. Deren Funktionsumfang und Peripherals sind speziell für industrielle Steuerungen von Fertigungsrobotern, Kommunikationsnetzwerken oder elektrischen Motoren und Antrieben ausgelegt. Die Leistungsfähigkeit der Mikrocontroller (MCUs) der neuen XC16x-Familie reicht an die von 32-bit-MCUs heran. Gegenüber bisher verfügbaren 16-bit-Lösungen können sie die Systemkosten um bis zu 30 Prozent senken.

Mit der Einführung der neuen Produkte stärkt Infineon seine Position im weltweiten MCU-Markt, der innerhalb der kommenden vier Jahre um etwa zwei Drittel auf insgesamt 22 Milliarden US-Dollar anwachsen soll (Quelle: Gartner, November 2004).


„Mit der neuen 16-bit-MCU-Familie erfüllen wir die Kundenforderung nach Produkten, die für industrielle Steuerungsaufgaben optimiert sind“, sagte Chris Hegarty, Vice President, Mikrocontroller, Infineon Technologies AG. „Entwicklern, die bisher teurere Universal-Bausteine nutzen mussten, stehen jetzt elegante und leistungsfähigere Lösungen zur Verfügung. Es ist unser Ziel, Produkte mit ausgezeichneter Echtzeitfähigkeit, umfangreichen Peripheriefunktionen und attraktivem Preis-Leistungsverhältnis anzubieten.“

Die Preise der neuen XC164S/D/N-Produkte liegen bei Abnahme von hohen Stückzahlen bei etwa 5 US-Dollar. Trotzdem bieten die MCUs Systementwicklern umfangreiche Funktionen für industrielle Steuerungsaufgaben, wie On-Chip-A/D-Wandler, CAN-Schnittstellen und 64-KByte- oder 128-KByte-Flashspeicher. „Smarte“ Peripheriefunktionen wie Capture/Compare-Einheit, CAN (Controller Area Network)- und MAC (Multiply/Accumulate)-Einheit entlasten den Core-Prozessor und erhöhen die Systemleistung. Darüber hinaus erlaubt die Busstruktur die parallele Abarbeitung von Aufgaben durch verschiedene Chip-Subsysteme, was die Geschwindigkeit der Produkte gegenüber bisherigen 16-bit-MCUs verdoppelt. Flexibilität und hohe Leistungsfähigkeit führen in vielen Industrie-Anwendungen zu geringeren Systemkosten wie beispielsweise bei Kartenlesegeräten, Sicherheitssystemen, weißer Ware, „Home-Automation“, bei Druckern, Kopierern, Waagen oder Förderbändern.

Technische Informationen zu den 16-bit-Mikrocontrollern XC164S/D/N

Die XC164S/D/N-Familie umfasst zwölf Single-Chip-CMOS-Mikrocontroller. Mit Taktraten von 20 oder 40 MHz und einer Rechenleistung von 40 MIPS (Million Instructions Per Second) können die XC164-Bausteine in der jeweiligen Applikation zu neuen Systemleistungs-Standards beitragen. Neben den speziellen Funktionen für Motorsteuerungen bietet der XC164S einen 10-bit-A/D-Wandler mit 14 gemultiplexten Eingangskanälen für eine schnelle parallele Datenerfassung. Der XC164D verfügt über ein integriertes TwinCAN-Modul, das CAN-Frames entsprechend der CAN-Spezifikation V2.0, Teil B (aktiv) eigenständig senden und empfangen kann. Die pinkompatiblen MCUs der Familie gibt es mit verschiedenen internen Speicherkonfigurationen und Taktraten. Damit kann jeweils der Mikrocontroller mit dem bestmöglichen Preis-Leistungsverhältnis eingesetzt werden.

Die Architektur der XC164S/D/N-Mikrocontroller basiert auf einer fünfstufigen Ausführungs-Pipeline mit zweistufigem Opcode-Fetch, einer 16-bit-ALU (Arithmetic and Logic Unit), einer 32-bit/40-bit-MAC-Einheit und einem Register-File mit drei Registerbänken. CAPCOM (Capture/Compare)-Einheiten sorgen für die Erzeugung und Steuerung der Timing-Sequenzen für bis zu 32 Kanäle. Damit können anspruchsvolle schnelle I/O-Aufgaben wie die Puls- und Wellensignal-Generierung und Pulsweiten-Modulation realisiert werden.
Wie alle anderen XC16x-MCUs bietet auch die neue Familie ein leistungsfähiges OCDS (On-Chip Debug System) für ein schnelleres System-Design und zügige System-Tests. Außerdem eröffnet OCDS den Zugang zu zahlreichen kostengünstigen Entwicklungswerkzeugen. Zu den weiteren Standardfunktionen zählen eine leistungsfähige Interrupt-Steuerung und eine On-Chip-PLL als Bestandteil der Takterzeugung.

Verfügbarkeit, Gehäuse und Preis

Muster der XC164S/D/N-Mikrocontroller sind im 100-Pin-MQFP-Gehäuse verfügbar. Der XC164N mit 64-KByte-Flashspeicher wird zu einem Preis von 8,50 US-Dollar in Musterstückzahlen angeboten.

Erweitertes Mikrocontroller-Portfolio

Auf der Embedded Systems Conference stellte Infineon auch eine weitere Ergänzung seiner neuen 8-bit-Flash-Mikrocontrollerfamilie vor. Der XC866-2FR kombiniert einen 8051-kompatiblen Core mit On-Chip-Flashspeicher und leistungsfähigen Peripheriefunktionen. Mit schnellen Befehlsausführungszeiten (75 bis 150 ns) und bis zu 8 KByte Flashspeicher kann der neue Mikrocontroller die Systemkosten im Vergleich zu bisher verfügbaren 8-bit-Lösungen um bis zu 50 Prozent senken.

Muster des XC866-2FR sind in einem bleifreien P-TSSOP-38-Gehäuse für den industriellen und Automobil-Temperaturbereich verfügbar. In Stückzahlen von 10.000 Einheiten liegt der Preis für den XC866-2FR bei weniger als 1,30 US-Dollar.

Die heutigen Produktvorstellungen ergänzen die kürzlich angekündigten neuen Mikrocontroller-Produkte (Pressemeldung vom 22. Februar 2004) mit zwei neuen 32-bit-Produkten und der neuen 8-bit-Flash-MCU-Familie.

Monika Sonntag | Media Relations
Weitere Informationen:
http://www.infineon.com
http://www.infineon.com/news
http://www.infineon.com/microcontroller

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Volle Konzentration am Steuer
25.11.2016 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Warum Reibung von der Zahl der Schichten abhängt
24.11.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie