Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

In der Fachhochschule Gelsenkirchen entwickelt: Neue Serviceleistung bringt Schüler schnell und sicher ins Netz

04.03.2005


Die Fachhochschule Gelsenkirchen stellt vom 10. bis zum 16. März auf der Computermesse Cebit in Hannover vor, wie Rechner-Pools in Schulen kostengünstig und zeitsparend betreut werden. Außerdem präsentieren die Forscher aus Gelsenkirchen eine Web-Schnittstelle für das Einrichten von Servern, sowie eine Datenbank, um Störungen an Rechnern zu melden. Pilotprojekt betreut rund 5000 Rechner in über 90 Schulen und Bildungseinrichtungen in Gelsenkirchen. Zu sehen auf der Cebit in Hannover, Halle 9, Stand B 09.


Die technische und organisatorische Betreuung von Rechner-Pools und -netzen ist nicht nur eine zeit- und kostenintensive Arbeit, sondern erfordert auch eine Reihe von Experten, die bei Störungen der Komponenten für schnelle Abhilfe und einen reibungslosen Datenverkehr sorgen. Vor allem Bildungseinrichtungen wie Schulen sind mit der Betreuung größerer Rechner-Pools häufig überfordert, weil nicht genügend geschultes Personal für solche Aufgaben zur Verfügung steht. Personal-, Zeit- und damit auch Kostenersparnis versprechen jetzt organisatorische und technische Konzepte, die außerdem schnelle Hilfe bei der Behebung von Fehlern bieten. Entwickelt wurden sie unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Cramer vom Fachbereich Informatik der Fachhochschule Gelsenkirchen. In einem Pilotprojekt haben Cramer und sein Team die Störungsbetreuung von zukünftig rund 5000 Rechnern in Bildungseinrichtungen - vor allem Schulen - in Gelsenkirchen übernommen.

Doch die Gelsenkirchener springen nicht nur bei Fehlern im System ein. Cramer: "Ein zusätzlicher spezieller Verzeichnisdienst erschließt jedem Schüler Internetdienste. Wir haben dafür eine Web-Schnittstelle entwickelt, in der die Daten von jedem Schüler erfasst werden. Damit werden Dienste eingerichtet und verwaltet wie beispielsweise Datei-Server, Internet-Zugang oder Mail-Adresse für jeden Schüler. Außerdem bekommt der Schüler von zu Hause aus Zugriff auf die Dateien, die er in der Schule erstellt und auf dem Datei-Server abgelegt hat, sowie eine eigene "URL" (Uniform Ressource Locator: Internetadresse) und den dafür nötigen Speicherplatz auf einem Web-Server." Das alles wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Schulträger und den Lehrern entwickelt und erprobt.


Bislang waren solche Serviceleistungen an Schulen nur mit sehr hohem Aufwand möglich. Mit der Gelsenkirchener Technik kann sich das nun bundesweit ändern. Wichtig bei der Entwicklung war dem Informatikprofessor, dass die Erfassung der Schülerdaten und die Verwaltung der genannten Dienste nicht das Wissen eines Informatikers erfordern und dadurch von den Lehrerinnen und Lehrern selbst durchgeführt werden können, egal aus welcher Fachrichtung sie kommen. Zudem wurde von den Gelsenkirchenern eine Datenbank für die Störungsbetreuung entwickelt. Dafür ist jeder Rechner in der Datenbank erfasst, sodass Störungen übers Internet vom Lehrer individuell beschrieben und ans Support-Zentrum zur Beseitung weitergeleitet werden können. All diese Konzepte sind auch für Firmen nutzbar. Zu sehen ist die neue Technik von der Fachhochschule Gelsenkirchen auf der Cebit in Halle 9 auf dem Gemeinschaftsstand des Forschungslandes Nordrhein-Westfalen, Stand B 09.

Ebenfalls am Gemeinschaftsstand vertreten sind das Institut für Internetsicherheit der Fachhochschule Gelsenkirchen unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Pohlmann, der unter anderem an "Anti-Spam-Lösungen" arbeitet, sowie das Gelsenkirchener Unternehmen "Four2B". Gegründet haben "Four2B" vier Absolventen des Studiengangs Informatik der Fachhochschule Gelsenkirchen. Sie stellen in Hannover ein digitales Ausschreibungssystem vor.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Prof. Dr. Andreas Cramer, Fachbereich Informatik der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (0209) 9596-534 oder 9596-483 (Dekanatssekretariat), Telefax (0209) 9596-543, E-Mail andreas.cramer@fh-gelsenkirchen.de

Dr. Barbara Laaser | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-gelsenkirchen.de/

Weitere Berichte zu: Bildungseinrichtung Rechner Rechner-Pool Serviceleistung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht KIT baut European Open Science Cloud mit auf
19.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Mit wenigen Klicks zum Edge Datacenter
19.02.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

19.02.2018 | Veranstaltungen

Unternehmenssteuerung und Controlling im digitalen Zeitalter

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Stahl ist nicht gleich Stahl: Informatiker und Materialforscher optimieren Werkstoffklassifizierung

19.02.2018 | Materialwissenschaften

Wenn Eiweiße einander die Hand geben

19.02.2018 | Materialwissenschaften

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics