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Eine Vielzahl von virtuellen Bauteilen auf nur einem Chip - wirtschaftlich rentabel

22.02.2005


Auch in diesem Jahr ist die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel (FH) wieder mit einem Exponat auf der CeBIT vom 10. bis 16. März in Hannover vertreten. Der Fachbereich Informatik der FH stellt das Projekt "Komplexe, programmierbare Logikbausteine" in Halle 09, Stand B22 vor.



Ob Skipässe, Ausweis- oder Mensakarten - inzwischen sind kontaktlose Plastikkarten, die durchs Portemonnaie funktionieren, vielseitig einsetzbar. In diesen Karten ist die Radio Frequency Identification Technologie, kurz RFID, bereits integriert. Die dazugehörigen sehr kompakten Kartenlesegeräte sind mit nur einem sehr komplexen Chip, einem so genannten System on a Programmable Chip, kurz SOPC, realisierbar.

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Skifahrer zum Beispiel müssen dank dieser Technologien nicht jedes Mal den Skipass auf umständliche Weise hervorholen; das Kartenlesegerät ermöglicht die Zugangskontrolle zum Skilift auch mit dem Pass in der Kleidung.

Aktuelle Systeme basieren entweder auf Mikroprozessoren und einer Spezialelektronik oder auf einem Application Specific Integrated Circuit, dem ASIC. Die erste Lösung hat den entscheidenden Nachteil, dass sie mit Standardkomponenten realisiert wird und dadurch sehr groß ist. ASICs dagegen sind klein, aber lediglich bei großen Stückzahlen rentabel herstellbar.

SOPCs beruhen dagegen auf programmierbaren Strukturen, in denen eine Vielzahl von Bauteilen auf einem Chip untergebracht werden kann. Sie zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

1. Der Einsatz ist bereits bei geringen Stückzahlen wirtschaftlich.
2. Das System auf dem Chip ist frei und vielfach konfigurierbar.
3. Durch einen integrierten Webserver kann das System aus der Ferne überwacht, eingestellt und gewartet werden.

Das Institut für Verteilte Systeme der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel führt Auftragsentwicklungen durch. Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich einfacher programmierbarer Logikbausteine bis hin zu komplexen SOPC Entwicklungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf RFID Technologien, industriellen Steuerungssystemen sowie Feld- und Automobilbusanwendungen. Entwurfssprachen dafür sind VHDL, VHDL-AMS und Verilog.

Kontakt: Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, Technologietransfer-Kontaktstelle, Dipl.-Kfm. Detlef Puchert, Telefon 0 53 31/9 39-17 50, E-Mail: d.puchert@fh-wolfenbuettel.de

Evelyn Meyer | idw
Weitere Informationen:
http://cms.fh-wolfenbuettel.de/ttk

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