Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Technologien für mehr Sicherheit

22.02.2005


Fraunhofer IGD zeigt innovative Sicherheitssysteme auf der CeBIT 2005


Ob Schutz von geschäftlichen und privaten Daten und Ideen, Zugangskontrollen von Gebäuden oder Überwachung von Landesgrenzen - ausgefeilte Sicherheitsmechanismen sind in allen Bereichen des Lebens notwendig. Die Forscher der Abteilung Sicherheitstechnologie für Graphik- und Kommunikationssysteme des Fraunhofer IGD in Darmstadt präsentieren auf der CeBIT 2005 vom 10. bis 16. März innovative Sicherheitssysteme.


BioFace - das Gesicht als Schlüssel

Der eigene Körper und seine unverwechselbaren Merkmale könnten in Zukunft genügen um Türen zu öffnen, Geld abzuheben oder Grenzen zu passieren. Anstatt Schlüssel, Karten, PIN-Nummern und Ausweispapieren dienen dann Fingerabdruck, Augeniris und Gesichtsform dazu, uns fälschungssicher und unverwechselbar zu identifizieren. Spätestens wenn ab Herbst diesen Jahres biometrische Merkmale auch in deutsche Pässe integriert werden, wird jeder von diesem Thema betroffen sein.


Eine der Möglichkeiten zur biometrischen Identifizierung ist die Gesichtserkennung. Diese wird hauptsächlich zur Zugangskontrolle und Überwachung eingesetzt. Mit der Umsetzung von Gesichtserkennungsalgorithmen sowie der Untersuchung der Leistungsfähigkeit und Sicherheit dieser Verfahren beschäftigt sich eine Forschergruppe des Fraunhofer IGD im Rahmen der Projektreihe BioFace. 3-D-Gesichtserkennungssysteme versprechen hierbei eine zuverlässigere Identifizierung als herkömmliche zweidimensionale Systeme. Dies soll in BioFace V untersucht werden.

Bei einem vom Fraunhofer IGD entwickelten 3-D-Gesichtserkennungssystem, das schon bald als Zugangskontrolle im Gebäude des Fraunhofer IGD eingesetzt wird, werden zunächst die Gesichter der Zutrittsberechtigten eingescannt. Zur besseren Erkennung der Personen nimmt der Scanner dabei nicht nur die Form des Gesichts, sondern auch die Augen- und Haarfarbe auf. Anschließend wird das eingescannte Gesicht im Rechner abgespeichert. Möchte ein so registrierter Nutzer später Zutritt zum Gebäude haben, lässt er sein Gesicht am Eingang scannen, das System erkennt ihn wieder und die Türen öffnen sich.

Präsentiert wird dieses Verfahren von den Forschern erstmals auf der CeBIT 2005 vom 10. bis 16. März in Halle 9, Stand B36.

Ansprechpartner:
Frank Seibert
Fraunhofer IGD, Darmstadt
Telefon: +49 (0) 6151/ 155-509
Telefax: +49 (0) 6151/ 155-499
E-Mail: frank.seibert@igd.fraunhofer.de


GEOMARK: 3-D-Daten sicher geschützt

Industriedesigner, Möbeldesigner, Filmproduzenten und Hersteller von Computerspielen - sie alle arbeiten mit dreidimensionalen Modellen. Während die unrechtmäßige Verwendung von Audio- und Videodaten bereits durch digitale Wasserzeichen nachgewiesen werden kann, gab es bislang kaum eine Möglichkeit, auch dreidimensionale Modelle zu schützen. Um diese Lücke zu schließen, haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt das System GEOMARK entwickelt. Mit GEOMARK können Daten zum Urheberschutz, zur Modellauthentifizierung, Lizenzinformationen oder ähnliches in Polygon-Modelle integriert werden, durch die dann nachvollzogen werden kann, welchen Weg Raubkopien genommen haben. Mit Hilfe eines geheimen Schlüssels baut der Entwickler die Daten in das Modell ein und nur wer diesen Schlüssel kennt, kann das Wasserzeichen auslesen. Für den Nutzer bleibt es hingegen unsichtbar. Als weiteren Vorteil gegenüber herkömmlichen Systemen sieht Wolfgang Funk, der an der Entwicklung von GEOMARK arbeitet, seine hohe Robustheit. Im Gegensatz zu anderen Verfahren ist GEOMARK resistent gegenüber den verschiedensten Verarbeitungsschritten und bleibt auch erhalten, wenn das Dateiformat geändert wird.

Die Forscher des Fraunhofer IGD präsentieren GEOMARK auf der CeBIT 2005 vom 10. bis 16. März in Halle 9, Stand B36.

Ansprechpartner:
Wolfgang Funk
Fraunhofer IGD, Darmstadt
Telefon: +49 (0) 6151/ 155-528
Telefax: +49 (0) 6151/ 155-499
E-Mail: wolfgang.funk@igd.fraunhofer.de


Kurzprofil INI-GraphicsNet:

Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), The imedia Academy in Providence, Rhode Island (USA), dem Omaha Graphics and Media Laboratory (OGM) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul (Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien).

Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste Forschungs-Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes sind an den zehn Standorten über 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat betrug 2004 über 40 Millionen EURO.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.igd.fraunhofer.de/igd-a8/projects/bioface/
http://www.igd.fraunhofer.de/igd-a8/projects/geomark/index.html
http://syscop.igd.fhg.de/3d.html

Weitere Berichte zu: GEOMARK Graphic Graphisch Graphische Datenverarbeitung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ein stabiles magnetisches Bit aus drei Atomen
21.09.2017 | Sonderforschungsbereich 668

nachricht Drohnen sehen auch im Dunkeln
20.09.2017 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie