Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Wissensprozessoren zu neuen Ideen

21.02.2005


BMBF-geförderte Kooperation zwischen Hirnforschung und Informationstechnologie entwickelt viel versprechende Suchmaschinen für Forschung & Wirtschaft

Heutige Suchmaschinen liefern Dokumente, die man auf die gewünschten Informationen hin durchsuchen muss. Die vom BMBF geförderte IKAR/OS-Technologie geht einen Schritt weiter: Sie liefert die Informationen direkt. Mit hirnähnlichen Methoden findet sie auch Informationen, die die Suchwörter nicht enthalten, damit aber in Beziehung stehen. So hilft sie Forschern bei Ideenfindung und Hypothesengenerierung. Die innovative Software-Technologie wurde vom Berliner Unternehmen iAS zusammen mit deutschen Hirnforschern um Professor Dr. Ernst Pöppel entwickelt. Sie ist bei einem Global-Player der Pharmaindustrie bereits erfolgreich im industriellen Einsatz und kam beim "Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft 2004" unter die Top-5.

Jede erfolgreiche Forschung, jede Innovation lebt von Ideen. Intelligente Computerprogramme auf Basis der IKAR/OS-Technologie (Intelligent Knowledge And Research Operating System) werden Forschern zukünftig bei der Suche nach Innovationen helfen.

Herzstück von IKAR/OS ist ein ausgeklügeltes, assoziatives Datenmodell, das Abermillionen von Einzelinformationen in kürzester Zeit auf eine Fragestellung hin rekombiniert und gewichtet. Wissenschaftler können Informationen in Zusammenhängen erkennen und Beziehungen entdecken, die weder gesucht, noch erwartet wurden. Und genau das sind Momente, die Einfälle und Ideen locken. "Als Vorbild für das neuartige Datenmodell dienten Erkenntnisse der Organisation expliziten Wissens im menschlichen Gehirn, weshalb wir auch von "Brainlike Information Management" sprechen." erläutert Professor Dr. Ernst Pöppel vom Humanwissenschaftlichen Zentrum der LMU München.

"Doch damit geben wir uns nicht zufrieden", fügt Dr. Martin C. Hirsch, iAS-Geschäftsführer und Enkel des Nobelpreisträgers Heisenberg, hinzu. "Unsere Softwareingenieure sind schon an der zweiten, faszinierenden Herausforderung: Das System soll selbst abschätzen können, welche Informationen noch fehlen und sich dann auf die Suche in Datenquellen wie dem Internet oder digitalen Bibliotheken machen."

Während Namensvetter Ikarus ins Meer stürzte, hat die IKAR/OS-Technologie bereits Eingang in den Forschungsalltag der pharmazeutischen Industrie gefunden. "IKAR/OS ist ein schönes Beispiel, wie Wissenschaftsförderung nicht nur bei Großprojekten wie dem Airbus 380 zu zukunftsweisenden Produkten führen kann", so die einhellige Meinung der Ergebnispräsentation der 1. IKAR/OS-Förderperiode.

Schon heute zeichnet sich ein Einsatz in der Medizintechnik und Sicherheitsbranche oder zur Organisation von expliziten Wissen in humanoiden Robotern ab. Und auch wenn dies teilweise noch Zukunftsmusik ist - mit IKAR/OS werden intelligente, autonome Wissensassistenten bald Einzug in den Alltag haben.

Christian Neumaier | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ikar-os.de

Weitere Berichte zu: IKAR/OS IKAR/OS-Technologie Intelligent Wissensprozessore

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise