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China: Langer Marsch zur Akzeptanz von TV-Handys

21.02.2005


Hohe Preise und fehlende Breitbandkapazitäten als Barrieren



Das Fernsehen via Handy muss in China weiter auf den Durchbruch warten. Bisher stellen vor allem der hohe Preis sowie fehlende Breitbandkapazitäten noch schier unüberwindliche Barrieren dar, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Laut einer Studie der Marktforscher von IMS Research sollen bereits im Jahr 2010 rund 120 Mio. Handyuser über ihr Mobiltelefon Fernsehsendungen empfangen können. Den Asiaten wird dabei eine besondere Affinität zu der neuen Technologie nachgesagt.



In der Hoffnung auf einen lukrativen Markt haben die chinesischen Provider China Unicom und China Mobile bereits im Frühsommer 2004 TV-Angebote für ihre Handykunden gelauncht. Trotz viel versprechender Zukunft steckt der Markt für entsprechende Dienstleistungen in China aber immer noch in den Kinderschuhen. Bisher verhinderten die begrenzten Breitbandkapazitäten, die eingeschränkte Auswahl an Endgeräten sowie das Fehlen von entsprechenden Standards einen Aufschwung des Marktes. Chinas Fernsehprogramme werden derzeit noch über 2,5 oder 2,75G-Netzwerke auf die Handys der User übertragen.

Auf die Entwicklung des Fernsehens via Handy drückten aber vor allem die hohen Preise. So muss ein China-Unicom-Kunde für ein einstündiges Programm derzeit mindestens 200 Yuan (18,5 Euro) berappen. Zudem kostet ein TV-fähiges Handy den User mit 5.000 Yuan (462 Euro) rund dreimal so viel wie ein herkömmliches Modell. Zurzeit ist auch die Dauer des Fernsehkonsums auf dem Handy arg eingeschränkt. Der hohe Stromverbrauch sorgt dafür, dass der Akku nach einer Stunde Übertragung schlapp macht. Trotzdem setzen die Provider weltweit auf TV-Handys. In Zeiten, in denen die sprachbasierten Dienste extremem Wettbewerbsdruck unterliegen, versprechen Multimediadienste wie die TV-Übertragung lukrativere Profitmöglichkeiten für die Telekomkonzerne.

Jörn Brien | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.imsresearch.com

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