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Siemens macht UMTS noch schneller

15.02.2005


HSDPA Funkdatenkarte - Siemens hat einen bedeutenden Schritt zur Weiterentwicklung des Mobilfunkstandards UMTS gemacht. Dem Unternehmen gelang die Übertragung von knapp zwei Megabit pro Sekunde auf ein Laptop mit einer HSDPA Funkdatenkarte. Im zweiten Halbjahr 2005 wird Siemens die Technik für den kommerziellen Betrieb anbieten. Die Grafik auf dem Forschungsmagazin Pictures of the Future (www.siemens.de/pof, Thema Always on, S. 13) zeigt die verschiedenen Übertragungstechniken im Mobilfunk.


Siemens hat einen bedeutenden Schritt zur Weiterentwicklung des Mobilfunkstandards UMTS gemacht. Dem Unternehmen gelang die Übertragung von knapp zwei Megabit pro Sekunde auf ein Laptop mit Funkdatenkarte. Auf dem Mobilfunkkongress in Cannes, der noch bis 17. Februar dauert, demonstrieren die Spezialisten für mobile Funknetze von Siemens Communications den Datenturbo mit einer PC-Karte live. Im zweiten Halbjahr 2005 wird Siemens die Technik für den kommerziellen Betrieb anbieten.

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Verwendet wurde die UMTS-Erweiterung HSDPA, kurz für High Speed Downlink Packet Access. Dieser Standard bietet beim Download von Daten theoretisch sogar eine maximale Übertragungsrate von 14,4 Megabit pro Sekunde. Zum Vergleich: Bei UMTS werden in der Praxis im Download 384 Kilobit pro Sekunde erreicht, der theoretische Spitzenwert beträgt zwei Megabit pro Sekunde.

Die dritte Generation von UMTS-Basisstationen von Siemens und NEC unterstützen die Übertragungsprotokolle für die Erweiterung HSDPA bereits. Daher bedarf es nur eines Software-Updates, dann kann die Technik von den Mobilfunkbetreibern genutzt werden. HSDPA verwendet für die Übertragung ausschließlich Datenpakete, wodurch die Ressourcen besser ausgenützt werden können. Der neue Standard erhöht die Kapazität der Basisstationen um 50 Prozent durch eine Optimierung der Modulations- und Kodier-Algorithmen sowie durch eine effizientere Verteilung der Datenlast in den Basisstationen.


Mobilfunknutzer bekommen mit HSDPA nicht nur höhere Geschwindigkeiten, sondern auch insgesamt eine bessere Übertragungsqualität, etwa beim Zugang in Firmennetze via Laptop oder beim Surfen im Internet. Die Datenkarte für das Notebook soll in zwei Versionen angeboten werden, damit sie in den UMTS-Netzen in Europa und den USA verwendet werden kann. Die Karte besitzt zudem Quadband-Technik, das heißt, sie versteht die Übertragungsprotokolle aller GSM, GPRS und EDGE-Netze weltweit.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation
http://www.siemens.de/communications

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