Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Übersetzungen auf einen Blick

15.02.2005


Innerhalb der erweiterten EU wird der multikulturelle Charakter der Bevölkerung zum Teil von der Vielfalt der vorherrschenden Muttersprachen reflektiert. Für einen beachtlichen Teil der Bevölkerung wird es deshalb schnell zu einer alltäglichen Realität, sich in mehreren verschiedenen Sprachen zu verständigen.



Es wird als wichtig erachtet, neue Tools zu entwickeln, die natürliche Arten der Interaktion in mehreren Sprachen unterstützen. Im Rahmen des I-EYE-Projekts hat man sich genau hierauf konzentriert. Der Schwerpunkt des Projekt lag in der blickgesteuerten Interaktion, bei der der Blick als grundlegender Eingabekanal genutzt wird.



In diesem Zusammenhang haben Forscher iDict entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine blickgesteuerter Umgebung, die zum Lesen von anderssprachigen Dokumenten im elektronischen Format genutzt wird. iDict bietet automatische und unmittelbare Übersetzungen für jeden Teil des Dokuments, bei dem der Leser zu zögern scheint. Das System soll Veränderungen am Blickverhalten des Auges erkennen und dann die Übersetzung entweder hörbar oder am Bildschirm sichtbar ausgeben.

Das System hat den offensichtlichen Vorteil, dass es die Übersetzung für jedes Wort innerhalb des Dokuments liefern kann, ohne dass ein anderer Input als die Veränderung im Blick des Lesers erforderlich ist. Wissenschaftler haben beobachtet, dass sich das Blickverhalten während des Leseprozesses verändert, sobald Verständnisprobleme auftreten. Diese Erkenntnis bildete den Ausgangspunkt für die Entwicklung von iDict. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Übersetzungen in der richtigen grammatischen Form ausgegeben werden und auch manuell mit einem Mausklick abgefragt werden können. Zu den derzeit verfügbaren Sprachen gehören finnisch, italienisch, deutsch und englisch.

iDict ist Teil einer neuen Generation von Produkten, die die Lernmethoden und die Interaktion in einer multikulturellen Gesellschaft revolutionieren könnten. iDict ist vielseitig einsetzbar, ist aber besonders für akademische Institutionen und Bildungseinrichtungen von großer Bedeutung.

Kari-Jouko Raiha | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cs.uta.fi

Weitere Berichte zu: Blickverhalten Interaktion Übersetzung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Komfortable Software für die Genomanalyse
16.08.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung
16.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie