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Einblick in verborgene Welten - Fraunhofer IGD zeigt AR Telescope auf der CeBIT 2005

14.02.2005


Rein äußerlich unterschiedet sich das AR Telescope kaum von seinen Vorgängern, den Münzfernrohren, die jeder Tourist von Aussichtsplattformen her kennt. Doch ein Blick durch sein Okular eröffnet faszinierende Welten. Längst ausgestorbene Tierarten erwachen zu neuem Leben, Bauten aus vergangenen Jahrhunderten stehen in neuem Glanz und selbst noch nicht fertiggestellte Gebäude erheben sich vor den Augen des Betrachters in ihrer zukünftigen Gestalt.


Möglich wird dies, da das Teleskop mit Technologien der "erweiterten Realität" (Augmented Reality) arbeitet: beim AR Telescope wird die reale Ansicht durch eine computergenerierte Welt überlagert. Dadurch wird Vergangenes wie in der Archäologie, Unsichtbares wie in der Geologie oder Zukünftiges wie entstehende Bauwerke in seiner realen Umgebung sichtbar gemacht. Die Szenerie wird dafür mit einer vorne am Teleskop angebrachten Kamera gefilmt. Sensoren messen die Ausrichtung des Fernrohrs und liefern so dem Rechner die Information, in welche Richtung der Betrachter gerade schaut. Sichtbar wird der Mix der virtuellen und reellen Bilder dann über einen kleinen Monitor, der hinter dem Okular angebracht ist. Zusätzlich können weitere Informationen wie geographische, demographische oder geschichtliche Daten in Echtzeit angezeigt werden.

Die Vielfalt an Informationen, die durch das AR Telescope vermittelt werden können, sowie seine intuitive Bedienung eröffnen ein breites Spektrum an möglichen Einsatzfeldern, vom reinen Informationssystem bis zur Unterhaltung und Wissensvermittlung in Museen oder touristischen Stätten.


Ab April wird das AR Telescope beim Weltnaturerbe der UNESCO Grube Messel eingesetzt werden. Hier ist es Teil eines neu eingerichteten Informations- und Kommunikationszentrums und zeigt den Besuchern, welche Schätze unter der Oberfläche verborgen sind. Fossilien und geologische Funde werden mit dem AR Telescope sichtbar und deren Bedeutung erklärt.

Selbst ausprobieren können Sie das AR Telescope bereits auf der CeBIT 2005 vom 10. bis 16. März in Halle 9, Stand B36.

Ansprechpartner:
Dr. Didier Stricker
Abteilung Virtuelle und Erweiterte Realität
Fraunhofer IGD, Darmstadt
Telefon: (+49) 6151-155-188
Telefax: (+49) 6151-155-196
E-Mail: didier.stricker@igd.fraunhofer.de

Gerne können Sie einen Messetermin vereinbaren. Auf Anfrage senden wir Ihnen Bildmaterial zum AR Telescope zu.

Kurzprofil INI-GraphicsNet:

Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), The imedia Academy in Providence, Rhode Island (USA), dem Omaha Graphics and Media Laboratory (OGM) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul (Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien).

Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste Forschungs-Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes sind an den zehn Standorten über 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat betrug 2004 über 40 Millionen EURO.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.igd.fhg.de/

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