Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftliche Überwachung per Handy

04.02.2005


Middleware übermittelt experimentelle Versuchsdaten




Britischen Wissenschaftern ist es gelungen eine neue Technologie zu entwickeln, die es ihnen ermöglicht wissenschaftliche Untersuchungen via Handy außerhalb der Versuchslaboratorien zu verfolgen. Wie die BBC berichtet, kann mit der Middleware ein sicherer und unverzögerter Datenaustausch zwischen verschiedenen Computersystemen stattfinden. Eine Versuchsreihe wird derzeit an der Southampton University durchgeführt, wo ein Team von Chemikern den Verlauf ihrer Versuchsanordnungen via Mobiltelefon überwacht. Dies wird möglich durch im Labor angebrachte Sensoren, die jegliche Änderungen in der Umwelt wahrnehmen und gegebenenfalls die Chemiker warnen, wo auch immer sich diese gerade befinden.

... mehr zu:
»Handy »Labor »Sensor »Wissenschaft »Überwachung


"Das System ersetzt das traditionelle Notebook auf eine elektronische Art und Weise, aber es ist nicht nur so als würde man einen Computer benutzen. Das System ist noch viel intelligenter als das", sagt Jeremy Frey von der Universität Southampton. "Wir wollten, dass es möglich wird, dass Versuchsreihen auch außerhalb der Labore überwachbar sind. Dies ist äußerst wichtig, denn sollte es zu einer Anomalie bei den experimentellen Daten kommen, könnte das auf der Veränderung externer Faktoren, wie beispielsweise Temperatur, Licht oder anderen Komponenten beruhen. Die Technologie macht es leichter diese zu erkennen, aufzudecken, und aufzuzeichnen, um so schnell wie möglich von weltweit zusammenarbeitenden Experten analysiert werden zu können", erklärt Frey.

Das Experiment des Teams analysiert das Verhalten von Molekülen an der Oberfläche von Öl und Wasser. Dabei ist die strenge Überwachung der Konditionen ein maßgeblicher Faktor. Sensoren, die im Labor angeordnet sind, registrieren die Umwelt genauestens und geben die Daten an einen Computer weiter. Das System kann auch Personen aufspüren, die das Sicherheitslabor betreten haben und möglicherweise eine potenzielle Gefahr für die Wissenschafter oder das Projekt darstellen. Die aufgezeichneten Daten können von jedem GPRS- oder Wi-Fi-Smartphone oder anderen digitalen Geräten, die über einen Internetanschluss verfügen, abgefragt werden. Dazu wird kein weiteres Gerät benötigt, welches die Systeme füreinander kompatibel und kommunikationsfähig macht. Das bedeutet, dass jedes Betriebssystem benutzt werden kann. Am Gerät befindet sich der Prototyp einer Programmsoftware, die es den Wissenschaftern ermöglicht die Daten zu lesen. Die Software wurde speziell für dieses Projekt entwickelt und benötigt nur eine geringe Bandbreite.

"Es handelt sich hierbei um Standardtechnik, so dass die Kunden sich nicht Sorgen müssen, was passiert", sagt Andy Stanford-Clark, IBMs Technologie- und Datentransfermanager. "Es ist wie ein Paketservice - man packt es nur ein und sendet es. Man muss sich keine Sorgen machen um Bits und Bytes, Einsen und Nullen." "Wir können den neuen Sensor anbringen, das System gibt die Daten weiter (Middleware), veröffentlicht sie und jeder kann sich anschließend einloggen und die Information, die er braucht, nehmen. Wenn sich ein besonderes Element im oder um das Experiment herum verändert, werden die Wissenschafter unverzüglich benachrichtigt. Es ist gut ein Experiment einmal verlassen zu können, aber man möchte doch immer auf dem Laufenden sein - man weiß nie ob nicht doch etwas schief geht", fügt Frey hinzu.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.soton.ac.uk
http://www.bbc.co.uk

Weitere Berichte zu: Handy Labor Sensor Wissenschaft Überwachung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Volle Konzentration am Steuer
25.11.2016 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Warum Reibung von der Zahl der Schichten abhängt
24.11.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie