Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ingenieure treffen sich per Internet in der virtuellen Welt

02.02.2005


Jörg Riegel und Dr. Silke Kolbig tauchen bei der Analyse von Werkzeugmaschinen in der 5-Seiten-CAVE des "Virtual Reality Center Production Engineering" der TU Chemnitz in die virtuelle Welt ein. Foto: TU Chemnitz/IWP


Chemnitzer Forschungseinrichtungen sind Partner im bundesweiten "Kompetenznetzwerk zur Virtuellen und Erweiterten Realität"


Das Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse der TU Chemnitz und das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz gehören zu einem "Kompetenznetzwerk zur Virtuellen und Erweiterten Realität" (kurz: ViVERA). Mit ViVERA sollen nun die Forschungsergebnisse der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den Jahren 1999 bis 2004 deutschlandweit geförderten sechzehn Verbundprojekte zur Virtuellen und Erweiterten Realität mit 93 Partnern gebündelt und kleinen und mittleren Unternehmen branchenübergreifend zur Verfügung gestellt werden. Die Themenfelder sind Entwicklung, Test, Produktion und Qualifizierung. Im Vordergrund stehen der Automobil- und Anlagenbau, der Maschinen- und Schiffbau sowie die Medizin.

ViVERA-Projektpartner sind Universitäten und Fraunhofer-Institute in Berlin, Chemnitz, Darmstadt, Magdeburg und Rostock. Das Bundesforschungsministerium stellt für das Kompetenznetzwerk bis zum Jahr 2007 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die beiden Chemnitzer Projektpartner unter Leitung von Prof. Dr. Reimund Neugebauer erhalten davon 900.000 Euro.


Das Thema des Chemnitzer Projektteils ist die so genannte "Verteilte kooperative Virtual Reality". Konkret werden leistungsstarke Software und echtzeitfähige, mathematische Modelle entwickelt, um beispielsweise die Konstruktion und Abnahme von Umformwerkzeugen auch räumlich verteilt zu ermöglichen. "Wenn beispielsweise von einem Automobilhersteller und seinen Zulieferern neue Konstruktionsentwürfe diskutiert wurden, mussten sich bisher alle Beteiligten an einem Ort treffen", erläutert Projektleiter Prof. Dr. Dieter Weidlich von der Professur Werkzeugmaschinen der TU Chemnitz. "Jetzt wollen wir eine Basistechnologie entwickeln, die es allen an der Konstruktion und Abnahme beteiligten Partner gestattet, mit Hilfe moderner internetbasierter Lösungen auch geographisch getrennt voneinander gemeinsam in die gleiche virtuelle Welt einzudringen und in ihr beispielswiese Entwürfe zu beurteilen oder Veränderungen in Echtzeit vorzunehmen", ergänzt Dr. Silke Kolbig.

Die Forscher der TU Chemnitz und des Fraunhofer IWU greifen dabei auf das neue "Virtual Reality Center Production Engineering" der Universität zurück, das die drei High-End- Projektionssysteme "5-Seiten CAVE", "L-Bench" und "Powerwall" vereint. Sie erlauben dem Ingenieur, Entwürfe inmitten einer virtuellen Realität wirklichkeitsgetreu zu entwickeln. Ein optisches Tracking-System erfasst dabei die Position des Betrachters und passt die mehrdimensionale Darstellung in einem 3 x 3 x 3 Meter großen Raum an den individuellen Blickwinkel an. Die dazu notwendigen Rechnerleistungen werden von einem Cluster aus zwölf leistungsstarken Computern erbracht.
Seite 2 der PM 33/2005

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Dieter Weidlich, Telefon (03 71) 5 31 - 24 21, E-Mail wzm@mb.tu-chemnitz.de, und Dr. Silke Kolbig, Telefon (03 71) 5 31 - 22 16, E-Mail silke.kolbig@mb.tu-chemnitz.de

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | idw
Weitere Informationen:
http://www.vrcp.de
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: Ingenieur Virtuell Werkzeugmaschine

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kontinentalrand mit Leckage

27.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das anwachsende Ende der Ordnung

27.03.2017 | Physik Astronomie

Einfluss der Sonne auf den Klimawandel erstmals beziffert

27.03.2017 | Geowissenschaften