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Das Internet fährt mit

02.02.2005


Deutsche Telekom und Stadtwerke Bonn testen breitbandige Internet-Verbindung in Straßenbahn - Feldversuch bis Mai 2005 - Mobiler HotSpot mit flexibler Internetverbindung über verschiedene Funknetze - SWB-Geschäftsführer Prof. Dr. Zemlin: "Zukunftsweisendes Projekt"

E-Mails, Fahrpläne, Nachrichten, Musik oder Videos aus dem Internet in der Bahn zuverlässig abrufen und versenden: Welche Services Kunden öffentlicher Verkehrsmittel künftig nutzen können, zeigen die Deutsche Telekom AG und die Stadtwerke Bonn (SWB) in der Straßenbahnlinie 66 in Bonn mit einem mobilen Internetzugang. Beide Partner testen bis Mai dieses Jahres breitbandige Verbindungen in einem der 15 Züge auf der Strecke Siegburg nach Bad Honnef, auch bekannt als "Telekom-Express". Auf der etwa einstündigen Route können Fahrgäste mit eigenem Laptop, PDA oder Handy ganz komfortabel und individuell recherchieren oder kommunizieren. Die Telekom sorgt mit einem mobilen HotSpot, der verschiedene Funknetze wie GPRS, UMTS und W-LAN je nach Verfügbarkeit nutzt, für sichere und kostengünstige Online-Verbindungen.

Für zukunftsweisend hält SWB-Geschäftsführer Prof. Dr. Hermann Zemlin das Projekt: "Gerade im Hinblick auf den nachhaltigen Schutz unserer Umwelt kommt es heute darauf an, den öffentlichen Nahverkehr auch durch innovative Serviceangebote attraktiv für die Fahrgäste zu machen. Gerne nehmen wir hierbei mit Unterstützung der Deutschen Telekom eine Vorreiterrolle in Deutschland ein."

Ein spezieller Kommunikations- und Contentserver in einer Bahn der Linie 66 ist das Herzstück der Lösung. Wie an den HotSpots von Cafés und auf Flughäfen stellen die Passagiere via W-LAN- oder Bluetooth-Technologie eine Verbindung zum Fahrzeugserver her. Nutzer können mit Geschwindigkeiten von bis zu sechs Mbit/s auf lokale Informations- und Unterhaltungsangebote zugreifen. Mittels Kennung und Passwort ist auch der Zugang zum Internet möglich. Der Server sucht während der Fahrt automatisch die jeweils schnellste Verbindung zu Mobilfunknetzen (GPRS, UMTS) oder zu dem W-LAN-Netz, das die beiden Partner entlang der Fahrstrecke eigens für eine sehr schnelle Anbindung der Bahn installiert haben.

Von dem nahtlosen Hand-over zwischen verschiedenen Funknetzen merken die Nutzer aber nichts, erklärt Dr. Klaus Radermacher, Leiter Innovationsmanagement im Zentralbereich Innovation der Deutschen Telekom. "Im Gegenteil. Die Lösung funktioniert wie ein mobiler HotSpot, der mit den Fahrgästen mitreist. Sie sorgt dafür, dass die Passagiere schneller, zuverlässiger und kostengünstiger die Dienste nutzen können, als das möglich wäre, wenn jedes Endgerät versuchte, eine direkte Verbindung zum Internet aufzubauen."

Aktuelle Nachrichten, E-Mail-Bearbeitung, Fahrplaninformationen, Musik, Videos, Spiele oder Werbung: Nutzern wie Anbietern eröffnet die Lösung viele neue, attraktive Möglichkeiten für Services unterwegs. Business-Kunden können außerdem mittels der Plattform über VPN einen zusätzlichen mobilen "Datentunnel" in ihr Firmennetz aufbauen. Damit werden auch unterwegs eine sichere E-Mail-Kommunikation oder Datenabfragen im Unternehmen möglich. "Gerade für Verkehrsunternehmen bietet diese Kommunikationsplattform interessante Perspektiven", sagt Prof. Dr. Zemlin und führt aus: "Aktuelle Verkehrsinformationen können damit in Zukunft beispielsweise direkt in die Fahrzeuge übertragen werden."

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.telekom.de

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