Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Baden-württembergische Initiative "Wissenschaft - Wirtschaft" bietet neue Internet-Plattform für europäische Forschungspartner

25.01.2005


Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft,
Forschung und Kunst und des Steinbeis-Europa-Zentrums



Baden-württembergische Initiative "Wissenschaft - Wirtschaft" bietet neue Internet-Plattform für europäische Forschungspartner

Ministerialdirektor Wolfgang Fröhlich und Europabeauftragter Norbert Höptner fordern gleichwertige Förderung von Grundlagenforschung, angewandter Forschung und Technologietransfer

"Wir müssen Grundlagenforschung, angewandte Forschung und den Technologietransfer in die Wirtschaft gleichermaßen fördern. Nur so können Innovationen entstehen." Dies erklärte der Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Wolfgang Fröhlich, auf einer Veranstaltung im Rahmen der Initiative "Wissenschaft - Wirtschaft" am 24. Januar im Haus der Landesvertretung Baden-Württemberg in Brüssel.

Die Gemeinschaftsinitiative "Wissenschaft - Wirtschaft" des Wissenschaftsministeriums und des Wirtschaftsministeriums hat zum Ziel, den Dialog zwischen Akteuren aus Forschung und Wirtschaft zu stärken. Dabei übernimmt das Steinbeis-Europa-Zentrum als Teil eines europäischen Transfernetzes, dem Netz der 71 Innovation Relay Centres, eine Vermittlungsrolle im Technologietransfer zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, kleineren und mittleren Unternehmen sowie der Großindustrie, aber auch über die Landesgrenzen hinweg.

Bei der Veranstaltung in Brüssel trafen sich Vertreter der Hochschulen und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen mit Mitgliedern der Generaldirektionen Forschung und Unternehmen der Europäischen Kommission und des Europäi-schen Parlaments, um die aktuellen Optionen der künftigen Forschungspolitik der EU zu erörtern.

"Dass Baden-Württembergs Hochschulen federführend an europäisch geförderten Forschungsprojekten teilnehmen, zeigen die Projektbeispiele, die auf der neuen Internetplattform www.wissenschaftwirtschaft-bw.de abgerufen werden können", betonte Prof. Dr. Norbert Höptner, Europabeauftragter des Wirtschaftsministers des Landes Baden-Württemberg. "Hier stellen baden-württembergische Hochschulen eine Auswahl von über 50 Forschungsprojekten mit europäischem Bezug in kurzer, aussagekräftiger Weise vor." Ziel sei es, Unternehmen aus ganz Europa zu regelmäßigen Besuchen dieser Web-Site zu motivieren. Bei Bedarf können über die Web-Site auch direkte Kontakte mit den jeweiligen Wissen-schaftlerinnen und Wissenschaftlern aufgenommen werden. Vorrangiges Ziel sei es, die in den Projekten erzielten Innovationen möglichst schnell in Produkte umzusetzen. Weiterhin geplant sei die Einbindung und Projektpräsentation der wirtschaftnahen Forschungsinstitute.

Hintergrundinformationen:

1. Das Land Baden-Württemberg im europäischen Forschungsraum

Baden-Württemberg ist eine der führenden Forschungsregionen Europas. Das belegt eine Statistik vom Herbst 2004. Die Forschungsintensität (Relation aus FuE- Ausgaben und Bruttoinlandsprodukt) beläuft sich in Baden-Württemberg auf 3,9 %. Im Durchschnitt der EU 25 beträgt die Forschungsintensität 1,9 %.

14 der insgesamt 77 Max-Planck-Institute und 14 der insgesamt 57 Fraunhofer-Institute sowie 25 % der Forschungskapazität der Einrichtungen der Helmholtz Gesellschaft, z.B. das Forschungszentrum Karlsruhe, das Forschungszentrum Stuttgart / Lampoldshausen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg und zahlreiche vom Land geförderte Vertragsforschungseinrichtungen sind hier konzentriert. Die insgesamt etwa 100 außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg sind vielfach mit den Hochschulen des Landes vernetzt.

2. Zwischenbilanz des 6. Forschungsrahmenprogramms

Das 6. Rahmenprogramm stellt für den Zeitraum 2002 bis 2006 ca. 19,5 Mrd. Euro für grenzüberschreitende Forschungsvorhaben zur Verfügung.

Die Hochschulen aus Baden-Württemberg waren bereits bis zum 15. Oktober 2004 mit 204 Projekten beteiligt. Dabei liegt die Universität Stuttgart mit 60 Pro-jekten an der Spitze, gefolgt von der Universität Heidelberg mit 35 Projekten. Die Fachhochschulen sind in den EU-Programmen prozentual stärker vertreten als in nationalen Programmen.

Europaweit wurden bis dahin insgesamt 200 große "integrierte Projekte" bewilligt. Baden-württembergische Hochschulen sind an gut 100 Projekten beteiligt. Deutschlandweit erstmalig hat eine baden-württembergische Fachhochschule in der Rolle des Koordinators eine europäische Förderung für ein "integriertes Projekt" erhalten: die Hochschule für Technik Stuttgart.

3. Steinbeis-Europa-Zentrum

Das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) wurde 1990 auf Initiative des Europabeauftragten des Wirtschaftsministers des Landes Baden-Württemberg gegründet. Mit Standorten in Stuttgart und Karlsruhe unterstützt es Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Antragstellung und Durchführung grenzüberschreitender Projekte, in Fragen europäischer Förder- und Technologieprogramme und europäischer Unternehmenskooperationen.

Die Innovation Relay Centres bilden ein professionelles Netz von Technologiebrokern. Im Auftrag der Europäischen Kommission unterstützen sie seit 1993 kleine und mittlere Unternehmen dabei, Kontakte für die Vermarktung ihrer Technologien im europäischen Ausland zu finden. Rund 250 Organisati-onen ermöglichen den Zugang zu europäischen Forschungsergebnissen und helfen durch Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften Innovationsprozesse zu beschleunigen. Das Netz deckt die 25 Mitgliedsstaaten sowie Bulgarien, Rumänien, Island, Israel, Norwegen, Schweiz, Türkei und Chile ab. Das Steinbeis-Europa-Zentrum agiert als Koordinator des Innovation Relay Centre Stuttgart - Erfurt - Zürich.

Anette Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaftwirtschaft-bw.de
http://www.cordis.lu/baden-wuerttemberg/home.html

Weitere Berichte zu: Centre Internet-Plattform Luft- und Raumfahrt Relay

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Der Krümmung einen Schritt voraus
27.06.2017 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der Krümmung einen Schritt voraus

27.06.2017 | Informationstechnologie

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Überschwemmungen genau in den Blick nehmen

27.06.2017 | Informationstechnologie