Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Essen mit System

20.01.2005


Weniger Fett und mehr Obst und Gemüse – aber wer hält eine Ernährungsumstellung dauerhaft durch? Der digitale Berater CENA zeigt, wie man sich gesünder ernährt, ohne die Essgewohnheiten gleich auf den Kopf stellen zu müssen.

... mehr zu:
»CENA »Ernährung

Frau Gourmand löffelt begeistert Cremetorte. Und das, obwohl sie sich fest vorgenommen hat, den Weihnachtsspeck loszuwerden und sich gesünder zu ernähren. Fat Burner- oder Trennkostdiäten hat sie schon hinter sich, aber erfolglos. Nun kommt eine neue Lösung: CENA, eine Software für Ernährungsberatung, überprüft den Speiseplan und liefert Tipps, wie man zum Beispiel weniger Fette und mehr Vitamine zu sich nimmt. Dabei ist sie keineswegs ein Kontrolleur mit erhobenem Zeigefinger, sondern geht auf spezielle Vorlieben der Benutzer ein.

Im ersten Schritt füttert man das Programm mit einer Reihe von Grunddaten wie Alter, Geschlecht, Gewicht, Größe, Vorlieben und Krankheiten. Danach geht es ans Tagebuchschreiben. Der Nutzer erstellt eine Liste aller Lebensmittel, die er gegessen hat und trägt die gegessenen Einheiten in eine Tabelle ein – ohne Wiegen oder Kalorienrechnen. "Er kann hierfür aus rund 200 Nahrungsmitteln auswählen, die zur besseren Übersicht in 15 Gruppen eingeteilt sind", erläutert Hagen Knaf vom Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM. "Eine einwöchige Kontrolle ist bereits optimal."


Kennt die Software die Essgewohnheiten, berechnet sie Indices, die beschreiben, wie gut der Körper mit den wichtigsten Nährstoffen versorgt ist. Die Ernährungsberaterin Heide Jenik vom Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität zu Köln lieferte hierfür das nötige Wissen. Anhand des Tagebuchs ermittelt das Programm, welche Nährstoffmengen pro Tag in den Körper gelangen. Diese Werte vergleicht es mit den täglichen Idealmengen, die anhand persönlicher Daten individuell für jeden Nutzer kalkuliert werden. Am Ende bewertet es, wie ausgewogen die Ernährung unterm Strich ist. Alle Ergebnisse werden in Diagrammen und Tabellen dargestellt. "Das Besondere an CENA ist, dass es keine reine Nährstoffbilanz liefert, sondern vorschlägt, wie man das Essverhalten korrigieren kann", betont der Mathematiker Knaf. Die Vorschläge orientieren sich dabei am aktuellen Esstagebuch, um die Chance zu erhöhen, dass der Nutzer sie akzeptiert und umsetzt. So dauert es zwar länger, die Ernährung zu verbessern, es führt aber sicherer zum Ziel.

Seit vergangenem November kann die Version CENA sana für 49,90 Euro beim ITWM bestellt werden. "Wir verhandeln bereits mit Unternehmen aus der Nahrungsmittelindustrie, die die Software zusammen mit ihren eigenen Produkten vertreiben möchten", sagt Knaf.

Harriet Bach | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: CENA Ernährung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie