Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nutzeridentifizierung auf offenen Serviceplattformen

07.12.2004


Heutige Netzwerke konvergieren in vereinheitlichten Multiservice-Netzwerken, die auf offenen Serviceplattformen verschiedene Dienste unterschiedlich hoher Qualität und zu variierenden Preisen anbieten. Der Zugriff auf eine solche vollständig auf das Internet Protocol gestützte (voll IP-basierte) Infrastruktur über verschiedene Arten kabelloser Netzwerke sowie die mobile Nutzung von Diensten erfordern ein einfaches Nutzeridentifizierungssystem.


Datensicherheit und die Abrechnung von Diensten sind nur zwei Bereiche, in denen ein System zur Identifizierung der einzelnen mobilen Nutzer notwendig ist. Im Rahmen des EVOLUTE-Projekts wurde eine vollständige Authentifizierungs-, Autorisierungs- und Abrechnungsinfrastruktur (AAA) entwickelt, um mobile Nutzer zu unterstützen, die sich in IP-basierten Netzwerken bewegen. Dadurch können der einzelne Nutzer identifiziert, der Zugriff des Nutzers auf Datenquellen kontrolliert und die Aktivitäten des Nutzers innerhalb eines Netzwerks verfolgt werden.

Die im Rahmen von EVOLUTE entwickelte Struktur integriert Multimedia- und Mobilitätskontrollkomponenten in AAA-Server. So wird beispielsweise das Authentifizierungsprotokoll, das zur Einleitung einer interaktiven Nutzersitzung mit Multimediaelementen (Video, Voice, Chat, Spiele und virtuelle Realität) genutzt wird, mit dem Authentifizierungs- und Abrechnungssystem RADIUS (Remote Authentication Dial-In User Service) verbunden, welches von vielen Internet Service Providern eingesetzt wird.


Die Authentifizierung ist der Prozess der Identifizierung einer Einzelperson, die in der Regel über einen Benutzernamen und ein Passwort erfolgt. Bei der Autorisierung wird dem Nutzer nach seiner Identifizierung der Zugriff auf Netzwerkquellen gewährt oder verweigert. Der Abrechnungsprozess verfolgt dann die Aktivitäten des Nutzers, während dieser auf Netzwerkquellen zugreift. Hier werden beispielsweise die im Netzwerk verbrachte Zeit und die Dienste erfasst, auf die im Laufe der Sitzung zugegriffen wurde.

Die Identifizierung der Nutzer gewährleistet, dass diese als Einzelpersonen behandelt werden, und ermöglicht die Entwicklung und die Bereitstellung personalisierter nutzerspezifischer Dienste. Darüber hinaus trägt sie zur Datensicherheit bei, da einigen Nutzern und Nutzergruppen der Zugriff auf das Netzwerk verweigert werden kann. Überdies können die Abrechnungsdaten für Trendanalysen, für die Kapazitätsplanung sowie für die Rechnungsausstellung und -prüfung genutzt werden.

Mit der gegenwärtigen AAA-Entwicklung kann nur die Authentifizierung für die derzeit weit verbreiteten europäischen Standards für Mobiltelefone - Global System for Mobile Communications (GSM) und General Packet Radio Service (GPRS) - unterstützt werden. Sie kann aber über das Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) problemlos auf Netzwerke der dritten Generation (3G) erweitert werden.

Es sind noch weitere Anpassungen an Mobilfunkgeräte erforderlich. Die Projektteilnehmer möchten gern mit Netzwerkanbietern zusammenarbeiten, die neue Vernetzungs- und Zugriffstechnologien erforschen und ihren Nutzer ein flexibleres Serviceangebot zur Verfügung stellen möchten. Ebenso werden Multimedia Service Provider, die ihre Dienste über heterogene Umgebungen anbieten wollen, aufgefordert, sich am Projekt zu beteiligen.

Sisalem Dorgham | ctm
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/fhg/EN/index.jsp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Erster Modularer Supercomputer weltweit geht am Forschungszentrum Jülich in Betrieb
14.11.2017 | Forschungszentrum Jülich GmbH

nachricht Online-Computerspiele verändern das Gehirn
09.11.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte