Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Softwaretool für Oberflächenmessungen

01.12.2004


Die Stereoabbildung ist das Ergebnis der gleichzeitigen Betrachtung zweier Bilder aus leicht unterschiedlichen Winkeln, so dass diese dreidimensional erscheinen. Ein kürzlich entwickeltes Software-Tool zur Stereorekonstruktion liefert zuverlässige und präzise 3D-Oberflächendaten auf höchst integrierte und automatisierte Weise.


Ähnlich dem vom menschlichen Sehsystem genutzten Konzept zur Tiefenwahrnehmung nutzen Verfahren zur Stereorekonstruktion zwei Ansichten derselben Szene. Diese durchlaufen verschiedene Transformationen, um 3D-Objekte rekonstruieren zu können. Dabei handelt es sich um eine herkömmlich angewandte Methode, bei der zwei perspektivische Bilder eingesetzt werden, die zuerst kalibriert werden müssen.

Mit Hilfe der ständig zunehmenden computergestützten Quellen wurden fortschrittliche Systeme entwickelt, die diesen Prozess sowohl in Bezug auf die Hardware als auch auf die Software zur Datenverarbeitung stark unterstützen. Infolgedessen haben moderne 3D-Rekonstruktionsverfahren die Erstellung verbesserter Tiefenkarten zur Folge, in denen Störungen gemittelt sind und Unklarheiten größtenteils vermindert werden. Im Rahmen des GlauCAD-Projektes, das sich auf den Ausbruch und das Fortschreiten glaukomatöser Schäden konzentriert, wurde schließlich ein entsprechendes Software-Tool entwickelt. Das neue Tool umfasst die 3D-Rekonstruktion von Stereo-Fundusbildern zur Berechnung dichter Tiefenkarten. Die neue Software verfolgt alle notwendigen Verarbeitungsschritte - von der Kalibrierung von Stereobilderpaaren bis hin zur Erstellung der jeweiligen Tiefenkarten eines Eingabebildes.


Das Softwareprogramm nutzt zwei Basisverfahren: die Selbstkalibrierung von Bilderpaaren und den auf einem Block-Matching-Ansatz beruhenden Dichteabgleich. Die gesamte Verarbeitung von Stereobilderpaaren stellt einen vollständig automatisierten Prozess dar. Darüber hinaus wurden auch neue Algorithmen erstellt, die den Vergleich zweier Datensätze ermöglichen, welche zu unterschiedichen Zeitpunkten zur Ausrichtung von zwei Tiefenkarten erfasst wurden. Obwohl die Software für die Zwecke des GlauCAD-Projektes entwickelt wurde, können ihre Hauptmodule auch in anderen Anwendungsbereichen wie beispielsweise bei der 3D-Rekonstruktion von Artefakten, Geländemodellen oder sogar Schiffsrümpfen in einer Werft eingesetzt werden. Das Wichtigste ist dabei, dass das Softwaremodul bzw. die Softwaremodule als Teil(e) eines Mehrkomponentensystems für 3D-Messungen integriert werden kann(können).

Kontaktangaben

Prof. Georgios Sakas
Fraunhofer-Gesellschaft zur Forderung der Angewandten Forschung eV (FhG)
Fraunhofer Str. 5
64283
Darmstadt Deutschland
Tel: +49-6151-155153
Fax: +49-6151-155445
Email: georgios.sakas@igd.fraunhofer.de

Prof. Georgios Sakas | ctm
Weitere Informationen:
http://www.igd.fhg.de/

Weitere Berichte zu: 3D-Rekonstruktion GlauCAD-Projektes Tiefenkarte

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive