Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dezentralisierte Teams und Softwaretools zur Projektentwicklung

01.12.2004


Umfangreiche Softwareentwicklungsprojekte werden oft von dezentralisierten Programmierer-Teams durchgeführt dabei spielt es keine Rolle, ob sie für unterschiedliche Firmen oder für das gleiche Unternehmen an verschiedenen Standorten arbeiten. Im Rahmen des EU-finanzierten OPHELIA-Projekts wurde eine Programmierumgebung für derartige Projekte entwickelt, die auch Tools zum Projektmanagement und zum Austausch von Daten beinhaltet.


Ziel des im Rahmen des Projektes entwickelten Orpheus-Systems war die Bereitstellung einer integrierten Programmierumgebung für Teams von Programmierern an verschiedenen Standorten. Dabei lag der Hauptschwerpunkt auf der Verwaltung aller Stufen des gesamten Entwicklungsprozesses. Das System ist modular und verfügt über zwei Module, die insbesondere für das dezentralisierte Projektmanagement von Interesse sind.

Das "Metrik"-Modul sammelt Informationen über den Verlauf des Projektes, indem es Veränderungen an den in der Entwicklung befindlichen Softwaremodulen erkennt und misst. Dann erstellt es eine sogenannte "Change History", d.h. eine Aufzeichnung der Fehler, der neuen Anforderungen und der Zwischenschritte bei der Softwareherstellung. Schließlich zeigt das Modul diese Informationen in visueller Form an, die speziell für die Orpheus-Umgebung entwickelt wurde. So können die Projektmanager die Fortschritte des Entwicklungsprozesses verfolgen und Veränderungen sofort bei ihrem Auftreten erkennen.


Einer der Zwischenschritte bei der Programmentwicklung ist die Modellierung. Dabei handelt es sich um die Überprüfung der Funktionalität und der Anforderungen einer umfangreichen Unternehmensanwendung durch den Einsatz von Softwaremodellen, die das jeweilige Programmverhalten vor der eigentlichen Codierung imitieren. Dafür wurde von der Object Management Group (OMG) - ein Konsortium zur Entwicklung von Normen und Spezifikationen in der Softwareindustrie - die Universal Modelling Language (UML) entwickelt.

Das Modelliermodul der Orpheus-Umgebung ermöglicht dezentralisierten Programmierer-Teams, Daten- und Softwaremodule durch den Abruf und die Speicherung von UML-Modellen gemeinsam zu nutzen. Der Zugriff auf Modelle und die Änderung derselben wird durch einen Modellierserver mit Genehmigungs- und Sperrmechanismen koordiniert, die unkontrollierte Arbeiten an den gleichen Softwaremodulen verhindern.

Kontakt:

Prof. Robert Pooley
Heriot-Watt-University
Riccarton
EH14 4AS, Edinburgh, UK
Tel: +44-1314-513367, Fax: -27
Email: r.j.pooley@hw.ac.uk

Prof. Robert Pooley | ctm
Weitere Informationen:
http://www.hw.ac.uk

Weitere Berichte zu: Entwicklungsprozess Modul Projektmanagement Softwaremodul

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten
22.08.2017 | Fraunhofer IPM

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen