Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Zeiten der Netzwerke sind vorbei, die Zukunft heißt Grid

23.11.2004


Bei einem kürzlich durchgeführten CERN-Projekt mit dem Namen Datagrid wurden Tools und Schulungsmaterialien entwickelt, die die optimale Nutzung des Potenzials des "Grid-Computing" zur Lösung komplexer Probleme gewährleisten.



Das Internet bietet eine Infrastruktur zum Netzwerkbetrieb zahlreicher kleiner Computer, wohingegen sich das World Wide Web von der Veröffentlichung einfacher HTML-Dokumente zu einem multimedialen Massenkommunikationsmedium entwickelt hat. Während sich die Verarbeitungsleistung über das Netz auf einzelne Computer beschränkt, hat der Beginn der Vernetzung dieser Rechner zu Verarbeitungszwecken zur Entwicklung von Grids geführt.



Die Grid-Technologie nutzt diese Netzwerk-Infrastrukur zur Vernetzung zahlreicher dezentralisierter Computer, um eine kombinierte Verarbeitungsleistung zu erreichen, die ansonsten unlösbare Probleme lösen kann.

Im Rahmen dieses Projektes wurde die Netzverwaltungssoftware bzw. Middleware entwickelt, die für die Koordination der Informationsverarbeitung und -analyse zwischen dezentralisierten Datenbanken benötigt wird, welche eine Größe von mehreren Tera- bzw. Petabytes haben. Im umfangreichen Versuchsstand des Projektes wiesen die Datagrid-Innovationen Steigerungen im Bereich der Funktionalität, Verlässlichkeit, Sicherheit und Nutzbarkeit von Grid-Technologien auf.

Neben der Erzeugung von Tools zur leichteren und effizienteren Nutzung des Grids wurden innerhalb des Projektes einführende Schulungsmaterialen und ein Lernprogramm entwickelt, die über das Projektportal (www.eu-datagrid.org) zugänglich sind. Dort ist auch die neue Middleware über eine Open-Source-Lizenz erhältlich.

Die Technologie ist auf europäische und internationale Standards (Global Grid Forum) abgestimmt und übt weiterhin einen Einfluss darauf aus. Die Software umfasst Grid-Steuerprogramme, Daten- und Speicherverwaltung sowie Grid-Informationsdienste.

Kontaktangaben

Fabrizio Galiardi
CERN
PO Box 23
1211 Geneva, Schweiz
Tel: +41-22-7672374
Fax: +41-22-7676555
Email: fabrizio.gagliardi@cern.ch

Fabrizio Galiardi | ctm
Weitere Informationen:
http://public.web.cern.ch/public

Weitere Berichte zu: Grid Grid-Technologie Middleware Verarbeitungsleistung Vernetzung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Plattformübergreifende Symbiose von intelligenten Objekten im »Internet of Things« (IoT)
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Von Fußgängern und Fahrzeugen: Uni Ulm und DLR sammeln gemeinsam Daten für das automatisierte Fahren
09.12.2016 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie