Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Globales Netz für Daten und Rechenleistung

19.11.2004


Neueste Ausgabe der "Nachrichten" des Forschungszentrums Karlsruhe informiert umfassend über Grid-Computing


Die Vision des Grid-Computing beschreibt den Weg der Informationstechnologie im 21. Jahrhundert: Daten und Rechenleistung sollen für jedermann bei Bedarf "aus der Steckdose" abrufbar sein. Ausgangspunkt ist, wie schon bei der Entwicklung des Internet, die Hochenergiephysik. Die bei großen Experimenten anfallenden Datenmengen können von einem einzelnen Rechenzentrum nicht mehr bewältigt werden. Im Forschungszentrum entsteht deshalb - eingebunden in eine internationale Struktur - derzeit GridKa, das Grid Computing Zentrum Karlsruhe. Das gerade erschienene Themenheft 3/2004 der "Nachrichten", der wissenschaftlichen Zeitschrift des Forschungszentrums, beschäftigt sich mit den verschiedenen Aspekten des Grid-Computing.

Bis zum Jahr 2007 wird beim europäischen Forschungszentrum CERN in Genf unter dem Namen LHC (Large Hadron Collider) der größte Beschleuniger der modernen Teilchenphysik aufgebaut. Die dann entstehende Datenflut kann von einem einzelnen Rechenzentrum nicht mehr bewältigt werden. So entstand die Idee, die Daten und die benötigte Rechenleistung in einer hierarchischen Schichtenstruktur über die ganze Welt zu verteilen und die einzelnen Standorte über eine besonders leistungsfähige Internetstruktur miteinander zu verknüpfen. Im Jahr 2001 wurde deshalb das LHC Computing Grid Project gegründet, in dem die Ressourcen von Rechenzentren aus Europa, Amerika und Asien in virtuellen Organisationen zusammengefasst und weltweit zur Verfügung gestellt werden. Das derzeit im Forschungszentrum Karlsruhe entstehende Grid Computing Zentrum Karlsruhe, GridKa, wird eines der acht leistungsfähigsten Rechenzentren in diesem Netzwerk sein.


Für die deutsche Nutzer-Gemeinschaft bedient GridKa schon heute die Computing-Anforderungen von vier weiteren Experimenten der Hochenergiephysik, nämlich BaBar (am Stanford Linear Accelerator Center SLAC, USA), D0 und CDF (beide am Fermilab, USA) sowie Compass (CERN, Genf). Mittelfristig soll GridKa auch für weitere Wissenschaftszweige wie Umweltforschung oder Bioinformatik geöffnet werden.

Viele Fragen sind Gegenstand der aktuellen Forschung und Entwicklung:

  • Wie organisiert und optimiert man große Datenströme in einem weltweiten Raum?
  • Wie gut lassen sich heutige Netzwerktechnologien, Prozessorleistungen und Datenspeicher nach oben skalieren?
  • Wie administriert man die globalen Aktivitäten von Tausenden von Benutzern -und wie rechnet man sie ab?
  • Wie garantiert man den sicheren Zugriff auf die Daten?
  • Wie schützt man die prinzipiell offene Grid-Welt vor Angriffen aus dem Internet?
  • Wie organisiert man eine weltweite qualifizierte Benutzerunterstützung über mehrere Zeitzonen?

All diese und viele weitere Fragen beantwortet das Heft "Grid-Computing" der Nachrichten, der wissenschaftlichen Zeitschrift des Forschungszentrums Karlsruhe.

Die neueste Ausgabe der Nachrichten können Sie bei der Stabsabteilung Öffentlichkeitsarbeit des Forschungszentrums Karlsruhe (Tel. 07247 82-2861, Fax: 07247 82-5080) anfordern oder im Internet. Dort finden Sie auch ein Archiv mit älteren Ausgaben der Nachrichten.

Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, die mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,1 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands ist. Die insgesamt 24000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft forschen in den Bereichen Struktur der Materie, Erde und Umwelt, Verkehr und Weltraum, Gesundheit, Energie sowie Schlüsseltechnologien.

Dr. Joachim Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.fzk.de/nachrichten

Weitere Berichte zu: Computing Grid GridKa Hochenergiephysik Rechenleistung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Lemgoer Forscher entwickeln Intelligente Assistenzsysteme für mobile Anwendungen in der Industrie
25.07.2017 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

nachricht Neue Anwendungsszenarien für Industrie 4.0 entwickelt
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Blattkäfer: Schon winzige Pestizid-Dosis beeinträchtigt Fortpflanzung

26.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Akute myeloische Leukämie (AML): Neues Medikament steht kurz vor der Zulassung in Europa

26.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biomarker zeigen Aggressivität des Tumors an

26.07.2017 | Biowissenschaften Chemie