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Digitale Wasserzeichenmarkierung zum IPR-Schutz

17.11.2004


Die Ausbreitung des World Wide Web brachte neben äußerst positiven Aspekten auch Verletzungen der Rechte des geistigen Eigentums mit sich. Ein neues digitales Tool zur Wasserzeichenmarkierung trägt jedoch zur Erhöhung der Sicherheit digitaler Inhalte bei.



Im Rahmen eines vom IST-Programm geförderten Dreijahresprojektes versucht man, digitale kulturelle Inhalte aus einer Vielzahl unabhängiger Quellen unterschiedlichster Herkunft online zu sammeln. Darüber hinaus wurde ein zentralisierter Online-Arbeitsbereich geschaffen, der es den verschiedenen Interessengruppen ermöglicht, diese wertvollen Komponenten von Europas gewaltigem Kulturerbe zu verwalten und zu nutzen.

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Der Schutz der Rechte des geistigen Eigentums (Intellectual Property Rights IPR) war schon immer eine Streitfrage, im digitalen Zeitalter hat er jedoch eine neue Bedeutung und Wichtigkeit erlangt. Die Digitalisierung von Text, Bildern, Audio und Video sowie die durch das World Wide Web (WWW) gebotenen erhöhten Austauschmöglichkeiten und -geschwindigkeiten sorgen für einen merklichen Anstieg von IPR-Verletzungen.

Um dieses Problem zu lösen, entwickelte das Projektkonsortium ein digitales Tool zur Wasserzeichenmarkierung, um die Authentizität des Inhalts und seines Anbieters zu gewährleisten. Die digitale Wasserzeichenmarkierung schließt eine spezielle Nachricht oder einen speziellen Code in einen Teil des digitalen Inhalts ein, beispielsweise ein Dokument oder eine Videodatei, die Informationen zu Urheberschutz und Datenauthentifizierung enthält.

Eine derart gewaltige digitale Datenbank stellt jedoch sehr unterschiedliche Anforderungen; deshalb musste das Tool flexibel sein. Daher wurden zwei Algorithmen zur Wasserzeichenmarkierung entwickelt, ein robuster und ein sensiblerer. Grundlegend für ein positives Ergebnis des Projektes war die Optimierung der Algorithmen zur spezifischen Anwendung. Dieser Aspekt des Tools ermöglicht anderen potenziellen Nutzern, es durch die Abgleichung der gegensätzlichen Beschränkungen von Komplexität und Nutzbarkeit an ihre Anforderungen anzupassen.

Sowohl die an dem Projekt mit dem Namen COLLATE beteiligten Partner als auch ein Spin-Off-Unternehmen wollen das digitale Wasserzeichenmarkierungstool weiter nach vorn bringen. Dies beinhaltet seine Prüfung anhand verschiedener Arten von Inhalten und für unterschiedliche Anwendungen. Nur wenn es gelingt, diese seit langem bestehenden Sicherheitsprobleme zu lösen, werden wir in der Lage sein, das gesamte Potenzial von digitalen Inhalten und dem WWW zu erkennen.

Lucilla Croce-Ferri | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ipsi.fraunhofer.de

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