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Instandhaltung automatisierter Produktionssysteme

09.11.2004


Automatisierte Fertigungslinien sind sehr anfällig für Stillstände. Ein Automobilhersteller kann durch nur fünf Minuten Verzögerung acht Automobile einbüßen. Ein intelligentes Instandhaltungswerkzeug, das im Rahmen des EU-finanzierten Projektes Intell-Diag entwickelt wurde, hat die Aufgabe, solche Unterbrechungen im Produktionsfluss zu verhindern.


Die Europäische Union möchte bis 2010 die wettbewerbsfähigste wissensbasierte Wirtschaft der Welt sein. Die europäische Industrie muss ihre Produktivität steigern, um einen Schritt in diese Richtung gehen zu können. Verlässliche Automatisierungssysteme, welche die Arbeitsleistung verbessern sowie Zeit und Kosten sparen, können diese Bestrebungen unterstützen.

Zur Aufrechterhaltung der Leistung komplexer und hoch automatisierter Produktionssysteme muss eine reibungslose, durchgängige Maschinenfunktion garantiert und das Risiko unerwarteter Systemausfälle minimiert werden. Im Rahmen des Intell-Diag-Projektes wurde eine als Instandhaltungsratgeber bezeichnete Software entwickelt, welche die intelligente Überwachung automatisierter Systeme, die Vermeidung von Systemfehlfunktionen sowie die schnelle Bereitstellung von Prüfinformationen bei auftretenden Fehlern gewährleistet.


Der Instandhaltungsratgeber ist ein Softwaretool, das die ferngesteuerte Regelung, Instandhaltung und Reparatur der Produktionssysteme erlaubt. Er ermöglicht auch die Einrichtung neuer Maschinen und Verbindungen zwischen Robotern aus der Entfernung und somit die Modifikation des Prozessablaufs. Die Ingenieure müssen sich nur über eine Telefon- oder ISDN- (Integrated Services Digital Network) Leitung in das System einwählen und erhalten die notwendigen Informationen zur Erfüllung der erforderlichen Aufgaben.

Das Instandhaltungswerkzeug von Intell-Diag kann in jedem Bereich der Automobil-, Schiffbau- oder Raumfahrtindustrie eingesetzt werden, da es den Wettbewerbsvorteil eines sicheren und reibungslosen Herstellungsprozesses in sich birgt. Zusätzlich profitieren weitere Glieder der Produktionskette wie die Zuliefer- und Maschinenbauindustrie von diesem Tool. Deshalb schafft diese Innovation neue geschäftliche Perspektiven sowohl für große als auch für kleine und mittelständische Unternehmen in Europa.

Dr. Rory Doyle | ctm
Weitere Informationen:
http://www.bmt.org

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