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Weltweit erste identitätsbasierte Verschlüsselung für Chipkarten

02.11.2004


Gemplus International S.A. (Euronext: LU0121706294 - GEM und NASDAQ: GEMP), der weltweit führende Anbieter von Lösungen im Bereich von Chipkarten, hat die erste Anwendung einer identitätsbasierten Verschlüsselung (IBE = Identity based Encryption) für Chipkarten, die auf dem Boneh-Franklin Schema aufbaut, entwickelt.


Diese Entwicklung ist darauf angelegt, die sichere Verschlüsselung vertraulicher Nachrichten sicherer und anwenderfreundlicher zu machen. Für Grossunternehmen und Unternehmen im Bereich der Telekommunikation wird der Prozess damit erheblich überschaubarer und kontrollierbarer.

Das Boneh-Franklin Schema wurde 2001 entwickelt und stellt das erste praktisch anwendbare und sichere Protokoll für die identitätsbasierte Verschlüsselung dar. Durch die Integration in eine Chipkarte ergänzt es die Public Key Infrastruktur, in dem es Unvereinbarkeiten zwischen dem Austausch von Zertifikaten und den Bedingungen existierender Systeme. Hierzu werden der Name des Empfängers, die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse als öffentlicher Schlüssel verwendet, wodurch die Verschlüsselung der Nachricht oder die Verifizierung der Signatur ermöglicht wird. Durch die identitätsbasierte Verschlüsselung kann ein Mobilfunkkunde in der Regel eine SMS für einen anderen Nutzer verschlüsseln, wobei die Telefonnummer des Empfängers als öffentlicher Schlüssel dient. Der Vorteil der IBE liegt darin, dass sie das komplexe Zertifikatsmanagement eliminiert, das im Rahmen einer PKI erforderlich ist.


"Die Integration eines derartigen Protokolls in eine SIM-Karte umgeht die Zeitproblematiken, die mit der Entschlüsselung der Nachricht zusammenhängen, und vereinfacht den gesamten Prozess sowohl für den Endanwender als auch für die Mobilfunkbetreiber ganz wesentlich", sagt Dr. David Naccache, Vice President, Forschung und Innovation bei Gemplus. "Die Nachricht selbst wird direkt mit der Identität des Empfängers verschlüsselt, was bedeutet, dass nur diese Person die Nachricht öffnen kann."

Die Einführung einer identitätsbasierten Verschlüsselung und von Signaturfunktionalitäten in zukünftigen Chipkartengenerationen wird die Integration der Karten in IT-Infrastrukturen deutlich vereinfachen. Dieses Mass an Sicherheit wird höchstwahrscheinlich den Einsatz von Anwendungen wie z.B. bei mobilen Transaktionen ankurbeln, wobei die Kreditkartennummer nur von dem beabsichtigten Empfänger sicher verschlüsselt und entschlüsselt werden kann. Möchte man beispielsweise Theaterkarten über das Mobiltelefon erwerben, ist nur das Theater bzw. die Vorverkaufsstelle in der Lage, die für den Abschluss der Transaktion notwendige Kreditkartennummer zu entschlüsseln.

Weitere Informationen sowie eine Demonstration erhalten Sie am Stand von Gemplus (Halle 3, E2) auf der Cartes 2004 am 2.-4. November 2004 in Paris.

Über Gemplus

Gemplus (Euronext: LU0121706294 - GEM und NASDAQ: GEMP) ist das im Bezug auf Umsatz und ausgeliefertem Kartenvolumen weltweit führende Unternehmen der Smart Card Industrie (Quelle: Gartner-Dataquest (2004), Frost & Sullivan und Datamonitor). Mehr als 4 Milliarden Smart Cards wurden ausgeliefert.

Sicherheit ist die Kernkompetenz des Unternehmens. Dabei sind mehr als 2.400 Patente das Ergebnis innovativer Forschung & Entwicklungsarbeit. Gemplus bietet eine grosse Palette an tragbaren und personalisierten Lösungen für verschiedenste Märkte. Dazu gehören Identifikation, Mobile Telekommunikation, Öffentliches Telefonieren, Banking und Zahlungsverkehr, Einzelhandel, Transport, Gesundheitswesen, WLAN, Pay-TV, E-Government sowie Zutrittskontrolle.

Christian Heizmann | Gemplus
Weitere Informationen:
http://www.gemplus.com

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