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Eine Entwicklungsumgebung für dezentralisierte Projektteams

26.10.2004


Angesichts der steigenden Komplexität von Computersystemen und der zunehmenden Größe und Dezentralisierung von Projektteams besteht ein Bedarf nach leistungsstärkeren Instrumenten zur Verwaltung von Softwareentwicklungsprojekten. Im Rahmen des EU-finanzierten Projekts Ophelia wurden eine Reihe von Tools und Methoden erzeugt, die eine Entwicklungsumgebung für komplexe dezentralisierte Projekte beinhalten. Diese ist besonders gut für Open-Source-Anwendungen geeignet.



Bei der Verwaltung der Entwicklung von komplexen Softwareprojekten, an denen oftmals dezentralisierte Projektteams beteiligt sind, richten sich die Bemühungen Zeit und Kosten zu reduzieren entweder auf die Produktivität einzelner Entwickler oder aber auf die gesamte Organisation des Projekts. Im Rahmen des Ophelia-Projekts wurde letzteres zum Schwerpunkt erklärt und eine integrierte Umgebung entwickelt, die die Organisation, Kommunikation und das Management in einem dezentralisierten, komplexen Entwicklungsprojekt unterstützt.



Das Projektteam hat ein System von Modulen und Tools für Softwareentwickeler produziert, das in Form eines vierschichtigen Architekturmodells organisiert ist. Dadurch kann einerseits ein neues Gerät durch das Laden eines Gerätetreibers mit dem PC verbunden werden, andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, ein bestehendes Softwareentwicklungsinstrument durch das Schreiben eines Adapters in die Umgebung zu integrieren.

Die Forscher des Ophelia-Projekts sind sogar noch einen Schritt weitergegangen und haben eine "Referenzanwendung" des Systems mit dem Namen Orpheus erzeugt. Genau wie ein Internetbrowser eine spezielle Anwendung von webunterstützenden Technologien wie HTML und IP ist, ist Orpheus eine Anwendung der Technologien und Tools, die Teil des Ophelia-Systems sind.

Die Ophelia-Architektur besteht aus einem Kernel, der grundlegende Verwaltungs- und Kommunikationsdienste bereitstellt. Gleichzeitig stellt er eine Tool-Modul-Schicht zur Verfügung, die die Schnittstellen zwischen den Modulen so definiert, dass der Austausch der Instrumtene gewährleistet wird. Außerdem gibt es eine Integrationsschicht, die Integratormodule nutzt, um den Austausch und die Interoperabilität von verschiedenen Tools zu unterstützen. Die Orpheus-Anwendung umfasst einen Kernel, Instrumente für jede Phase des Softwareentwicklungsprozesses sowie eine Reihe von Integratoren und Intertool-Anwendungen.

Orpheus bietet außerdem ein Portal, mit dessen Hilfe Nutzer ihren eigenen individualisierten Arbeitsplatz innerhalb der Umgebung erzeugen können. Alle Orpheus-Instrumente können in einer weiteren Systemanwendung erneut verwendet werden. Zur Kommunikation zwischen den Modulen wird CORBA (Common Object Request Broker Architecture) genutzt.

Sergio Perani | ctm
Weitere Informationen:
http://www.omega-sistemi.it

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