Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Netzwerk zu Informationssystemen

01.10.2004


Wirtschaftsinformatiker, Informatiker und Rechtswissenschaftler der Universität Münster bauen europäisches Netzwerk auf



Intensiv wird derzeit in Deutschland über Exzellenznetzwerke und die Schaffung eines europäischen Hochschulraums diskutiert. Das Land Nordrhein-Westfalen setzt Akzente und initiierte in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Jörg Becker ein europäisches Forschungsinstitut, das in dieser Form bisher nach eigenen Angaben einzigartig ist.



Aufgrund des guten Rufes der Wirtschaftsinformatik Münster und seiner internationalen Verbindungen erhielt die Universität Münster den Auftrag zur Gründung eines Forschungsinstitutes für angewandte Anwendungssystem- und Organisationsgestaltung und berief Prof. Becker zum Geschäftsführenden Direktor des European Research Center for Information Systems (ERCIS). Die offizielle Gründungsfeierlichkeit findet am 12. Oktober 2004 im Festsaal der Universität Münster statt.

Das Direktorium bilden neun münstersche Professoren, die erstmalig in der deutschen Forschungslandschaft in einem institutionellen Rahmen Kernkompetenzen der Wirtschaftsinformatik mit Fragestellungen der Informatik, der Betriebswirtschaft und Spezialaspekten des Rechts zusammenbringen. "Wir verstehen uns als europäisches Forschungsinstitut mit Sitz in Münster", erläutert Prof. Becker. 100 Mitarbeiter der Universität bringen ihre Arbeit ins ERCIS ein. Darüber hinaus bestehen zahlreiche Kooperationsverträge zu europäischen und außereuropäischen Universitäten wie beispielsweise zur Universität St. Gallen (Schweiz), der Wirtschaftsuniversität Wien (Österreich), Universität Turku (Finnland), zur Universität Manchester (Großbritannien) oder dem Stevens Institute of Technology (USA). "Dieses einzigartige Netzwerk soll kontinuierlich ausgebaut werden, so dass internationale Forschung auf einem hohen Niveau möglich wird. Wir erwarten auch Erfahrungsaustausche etwa durch Auslandssemester für Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter, internationale Expertenzirkel und länderübergreifende Forschungsprojekte", fasst Prof. Dr. Jörg Becker die Zielsetzung zusammen.

"Die Idee der umfassenden und länderübergreifenden IT-System-Forschung, wie Sie im ERCIS praktiziert wird, halten wir für immer wichtiger. Daher haben wir uns gern dem Exzellenznetzwerk angeschlossen", berichtet Prof. Dr. Lutz Heuser, Vice President SAP Research and Chief Development Architect der SAP AG.

Bewusst sucht das ERCIS engen Kontakt zu national und international tätigen Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung. "Die Anwendungssystem- und Organisationsforschung lebt von Problemstellungen der Wirtschaft. Ein beratender Beirat mit Vertretern der Wirtschaft ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Spitzenforschung im Rahmen eines Exzellenznetzwerkes. Die Wirtschaftsvertreter wissen den raschen Technologietransfer zu schätzen und arbeiten in Projekten eng mit unserem Forschungszentrum zusammen", so Prof. Becker.

Brigitte Nussbaum | idw
Weitere Informationen:
http://www.ercis.de/ERCIS/de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft
27.04.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Ergonomie am Arbeitsplatz: Kamera erkennt ungesunde Bewegungen
24.04.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie