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Vernetzung - Grid-Computing

28.09.2004


Grid-Computing ist die Zukunft und die Zukunft liegt im Grid-Computing. Um sicherzustellen, dass Europa nicht einen Schritt zurückliegt, demonstriert das DATAGRID-Projekt Wissenschaftlern des gesamten Kontinents die Vorteile des Grid-Computing.



Grid-Computing richtet sich auf die Lösung rechenintensiver Probleme, die für heutige Supercomputer zu groß sind. Erreicht wird dies durch die Verknüpfung einer großen Anzahl von Computern aus verschiedenen Netzwerken mit einer gemeinsamen, gegliederten Telekommunikationsinfrastruktur. Dies ist ein Paradigma der Zusammenarbeit.



Grid-Computing hat das Potenzial, zu einem Wissenszuwachs in zahlreichen wissenschaftlichen Disziplinen beizutragen. Das vom IST geförderte DATAGRID-Projekt führte Grid-Computing in die Bereiche Energiephysik, Erdbeobachtung und Bioinformatik ein. Dazu mussten die DATAGRID-Partner verschiedene schwierige Herausforderungen meistern, die speziell auf das Grid-Computing zutreffen.

Die länderübergreifende Nutzbarmachung der Rechenleistungs- und Speicherkapazitäten tausender Computer, die aus unterschiedlicher Hardware bestehen und mit unterschiedlicher Software arbeiten, ist eine enorme Aufgabe. Es wurde zugrundliegende Middleware zum Betriebsmittelmanagement, zur Benutzerautorisierung und für andere Funktionen entwickelt, um eine nahtlose Benutzerumgebung zu schaffen.

Sobald das Testumfeld betriebsfähig war, bekamen Wissenschaftler aus drei Wissenschaftszweigen grünes Licht für den Beginn der Experimente. Die Anpassung der Umgebung an die Bedürfnisse einer bestimmten Gruppe trug dazu bei, den Lernprozess für Grid-Computing-Neulinge zu beschleunigen. Es wurden neue Anwendungen erstellt und in das Testumfeld übertragen, beispielsweise die Erdbebenmodellierung durch die Erdbeobachtungswissenschaft.

Aber von wahrscheinlich noch größerer Bedeutung als der individuelle Vorteil ist die Demonstration der Durchführbarkeit und des Einflusses von Grid-Computing auf diese Forschungsgemeinschaften. Von den rechenintensiven Anwendungen der Erdbeobachtung bis hin zu den datenintensiven Anwendungen der Bioinformatik hat Grid-Computing wichtige Ansätze aufgezeigt.

Basierend auf den Ergebnissen von DATAGRID werden bereits Pläne zur Entwicklung von Testszenarios hin zu realen Produktionsnetzen erarbeitet. Die weitere Realisierung in der Bioinformatik hängt nun von geeigneten Management- und Sicherheitslösungen ab.

Fabrizio Gagliardi | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cern.ch
http://public.web.cern.ch/public

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