Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Visualisierung topografischer Gefahren

21.09.2004


Durch Klimaveränderungen verursachte schwere Stürme haben zum Anstieg natürlicher Gefahren wie z.B. Erdrutschen, Schlammlawinen, Steinschlägen und Lawinen geführt. Bis jetzt war die Vorhersage solcher Ereignisse nur begrenzt möglich, weil es keine offiziellen Karten gab, mit denen man zwischen gefährdeten und sicheren Gebieten unterscheiden konnte. Ein deutsches KMU hat jedoch eine innovative Methode zur Bewertung natürlicher Gefahren entwickelt, mit der potentielle Gefahrenzonen sichtbar gemacht werden können.



Die topografischen Gefahrenkarten werden mit Hilfe einer softwarebasierten Methode mit dem Namen Structure Process Inclination Response System (SPIRS) erstellt. Im Rahmen der Analyse werden dabei die Gebiete auf der Erdoberfläche lokalisiert, die den geringsten Widerstand gegenüber der durch Erosion und Bodenabtragung verursachten morphologischen Zersetzung haben. Damit unbekannte Gefahrenzonen aufgespürt werden können, nutzt das Verfahren ein digitales Höhenlinien-Modell im Rasterdatenformat.



Neben den genauen Vorhersageeigenschaften hat die Methode auch noch den Vorteil, dass sie eine zuverlässige Leistung ohne zusätzliche Informationen erbringen kann. Deshalb sind von Beobachtungen, Feldtests, Satellitenfotos oder Bohrungen stammende Eingabedaten nicht mehr länger notwendig. Dieses Merkmal gewährleistet eine langfristige Effizienz. Die Methode ermöglicht außerdem die automatische Analyse von kompletten Gebieten. Wie auch bei allen anderen allgemeinen Vorsorgemaßnahmen wird auch hier auf lange Sicht der Nutzen im Vergleich zu den Kosten überwiegen.

Planer, Ingenieure und Architekten gleichermaßen können die Karten zur Strukturplanung und als Sicherheitsvorrichtung für bereits bestehende Gebäude und Infrastrukturen nutzen. Aufgrund ihrer holistischen und langlebigen Verfahrensweise bieten diese topografischen Gefahrenkarten zuverlässige Schutz- und Sicherheitsvorkehrungen für alle Beteiligten.

Thomas Weinand | ctm
Weitere Informationen:
http://www.eic-trier.de

Weitere Berichte zu: Gefahrenkarte Gefahrenzone Visualisierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten